Stadt Bayreuth

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30.09.2009

Neue Gebühr kann Sparen helfen

Grundstückseigentümer erhalten in diesen Tagen Bescheide für Niederschlagswassergebühr

In Bayreuth gilt seit Jahresanfang eine neue gesplittete AbwassergebührDie Stadt Bayreuth hat zum Jahresanfang 2009 die gesplittete Abwassergebühr eingeführt. Zum 1. Oktober werden jetzt die Bescheide für die Niederschlagswassergebühr an die Grundstückseigentümer versandt.

Bis Ende 2008 wurde für die Benutzung der städtischen Abwasseranlage eine Gebühr berechnet, die ausschließlich nach der verbrauchten Frischwassermenge ermittelt wurde. Eine separate Abrechung des in die Kanalisation eingeleiteten Niederschlagswassers erfolgte nicht.

Zum Jahresanfang 2009 wurde aufgrund der aktuellen Rechtssprechung und eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses eine getrennte Gebühr für Schmutz- und Niederschlagswasser eingeführt. Mit der Niederschlagswassergebühr wird keine zusätzliche Gebühr erhoben, sondern durch die zwei Gebührenarten wird eine verursachergerechte Aufteilung erreicht.

Die Schmutzwassergebühr, die weiterhin nach dem Frischwasserverbrauch berechnet wird, reduziert sich mit Wirkung zum 1. Januar 2009 von 1,75 Euro je Kubikmeter auf 1,42 Euro je Kubikmeter. Die reduzierte Schmutzwassergebühr kann der Abrechnung der Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH (BEW) entnommen werden.

Die Niederschlagswassergebühr wiederum berechnet sich nach der Größe der überbauten und befestigten Flächen, die am Kanalnetz angeschlossen sind oder oberflächlich auf die Straße ablaufen. Sie beträgt seit 1. Januar 2009 jährlich 0,32 € je Quadratmeter. Versickert das Oberflächenwasser einer befestigten Fläche auf dem Grundstück oder wird es direkt in ein Gewässer eingeleitet, wird keine Niederschlagswassergebühr fällig.

Die Bescheide der Niederschlagswassergebühr werden am 1. Oktober an die Grundstückseigentümer versandt. Die auf dem Bescheid angegebenen Dachflächen und befestigten Flächen wurden aus der Basis von Luftbildaufnahmen und deren Auswertung sowie der Angaben der Grundstückseigentümer berechnet. Bei der Ermittlung der versiegelten Flächen wurden im März vergangenen Jahres alle Grundstückseigentümer angeschrieben, um die Flächen auf den Erfassungsblättern auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen und Angaben zur Befestigungsart, zur Einleitung und zur Größe von Zisternen zu machen. Die Einzelflächen des Bescheides entsprechen den Angaben des von den Bürgern an die Stadt Bayreuth zurückgesandten Erfassungsblattes. Die zweite Ausfertigung des Erfassungsblattes konnten die Bürger behalten. Erfreulicherweise wurden 91 Prozent der Erfassungsblätter an die Stadt Bayreuth zurückgeschickt. Die Stadt weist in diesen Zusammenhang darauf hin, dass sie bei den nicht zurückgeschickten Erfassungsblättern davon ausgeht, dass die ermittelten Flächen den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen und in die Kanalisation eingeleitet werden.

Umweltfreundliches Verhalten lohnt sich!

Mit der neuen Niederschlagswassergebühr kann sich umweltfreundliches Verhalten der Grundstückseigentümer reduzierend auf die Gebühren auswirken. Wer wenig befestigte Flächen hat oder Oberflächenwasser nicht in die öffentliche Kanalisation einleitet oder das Niederschlagswasser in Zisternen zurückhält, wird bei der getrennten Abwassergebühr entsprechend begünstigt.

Auskünfte beim Stadtbauhof

Für nähere Auskünfte zur gesplitteten Abwassergebühr steht der Stadtbauhof, Am Bauhof 5, Zimmer 14, Telefon (09 21) 25-18 61 und 25-18 62, E-Mail stadtbauhof@stadt.bayreuth.de zur Verfügung (Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr). Informationen gibt es auch im Internet. Haben sich seit 2008 Änderungen der Flächen ergeben, sollten sich die Betroffenen ebenfalls mit dem Stadtbauhof in Verbindung setzen.

Infos zur gesplitteten Abwassergebühr >>