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02.11.2009

Neue Influenza auch in Bayreuth weiter auf dem Vormarsch

Das Gesundheitsamt Bayreuth empfiehlt die inzwischen angelaufene Impfung gegen den Schweinegrippe-VirusAuch in Bayreuth war im Verlauf der letzten Woche ein deutlicher Anstieg der labordiagnostisch nachgewiesenen Erkrankungen an Neuer Influenza A/H1N1 festzustellen.

Im Vergleich zur Vorwoche sind 106 Neuerkrankungen zu verzeichnen. Erkrankt sind überwiegend Kinder und Jugendliche im Schulalter. Insgesamt handelte es sich nach Angaben des Gesundheitsamtes um eher milde Krankheitsverläufe, stationäre Krankenhausbehandlungen ausschließlich wegen der Neuen Influenza wurden dem Gesundheitsamt nicht bekannt. Seit April wurden in Stadt und Landkreis Bayreuth insgesamt 174 Erkrankungen an Neuer Influenza festgestellt, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher sein dürfte.

Die Schließung von Schulen, um die Ansteckungsgefahr zu vermindern macht aus medizinischer Sicht keinen Sinn mehr. Die gesunden Schüler haben auch im außerschulischen Bereich zahlreiche Kontakte, die inzwischen genauso zu einer Ansteckung führen können.

Wichtig ist es, die empfohlenen Hygienemaßnahmen einzuhalten. Auf Flächen überlebt der Erreger maximal drei Tage lang. Eine Flächen- und Raumdesinfektion in den derzeit geschlossenen Schulen ist in diesem Zusammenhang nicht erforderlich, da die Viren spätestens drei Tage nach Ferienbeginn nicht mehr nachweisbar sind.

Zur Vorbeugung empfiehlt das Gesundheitsamt die inzwischen angelaufene Impfung. Am lvergagenen Freitag, 30. Oktober, wurden im Bayreuther Dok-Haus in der Spinnereistraße bereits 70 Bayreutherinnen und Bayreuther geimpft. Die Bayreuther Hausärzte hatten eigentlich mit mehr Impfwilligen gerechnet. Solange die Nachfrage nicht wesentlich größer wird, bleibt es bei den Impfterminen dort am Mittwoch- und Freitagnachmittag.

Das Gesundheitsamt bittet die Bevölkerung die Ambulanzen der Akutkliniken in Bayreuth und Pegnitz nicht zu blockieren. Ansprechpartner seien im Erkrankungsfall in erster Linie die Hausärzte beziehungsweise außerhalb der Praxiszeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst. Ob ein Abstrich zur Diagnosesicherung notwendig ist, entscheidet der behandelnde Arzt nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes. Symptomfreie Kontaktpersonen müssen nicht untersucht werden. Von den Krankenkassen werden solche Laboruntersuchungen auch nicht erstattet.