Stadt Bayreuth

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28.09.2010

Neue Kanalrohre für Bayreuth

Sechs Baumaßnahmen des Tiefbauamts im Bayreuther Stadtgebiet

In diesen Wochen stehen in Bayreuth insgesamt sechs Baumaßnahmen des Tiefbauamtes an, bei denen zumeist Kanalrohre erneuert werden. Die Erneuerung wird zum einen notwendig, weil der Zahn der Zeit an den Rohren genagt hat. Zum anderen können so manche Kanäle die Fluten bei Starkregen nicht mehr bewältigen, sodass es Gullydeckel in die Höhe heben kann, die nach ihrer Landung nicht mehr richtig sitzen und Autoreifen beschädigen können. So stammen die Kanäle in der Mozartstraße beispielsweise aus den 50er Jahren. Dass sie inzwischen marode sind und einer Sanierung bedürfen, kommt da nicht überraschend.

Im Turnus von zehn Jahren werden die Bayreuther Abwässerkanäle einer Untersuchung unterzogen. „Immerhin haben wir davon 345 Kilometer“, sagt Adam Kirschner, Leiter des Tiefbauamts. Und bei dieser „Befahrung“ wird eine Schadensklassifizierung vorgenommen, danach eine Prioriätenliste erstellt, nach der dann saniert wird.

In diesem Herbst also ist unter anderem die Mozartstraße an der Reihe, erst 60 Meter, in einem zweiten Abschnitt dann weitere 70 Meter. Der Durchmesser der Rohre wird dabei von 300 auf 600 Millimeter vergrößert, damit im Falle des Falles die Flut problemlos bewältigt werden kann. Der Bereich der Einmündung in die verkehrsreiche Albrecht-Dürer-Straße mit der Beschränkung des Verkehrs auf jeweils eine Fahrspur stadteinwärts und -auswärts, ist bereits abgeschlossen, nun geht es bis Mitte Dezember in der Mozartstraße selbst weiter. Dabei werden – wie überall – jeweils auch in einem Zug durch die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs- GmbH (BEW) die Versorgungsleitungen für Wasser und Gas renoviert.

150.000 Euro an Kosten für die Stadt und 50.000 Euro für die BEW entstehen ebenso wie in in St. Georgen auch beim Kanalumbau am Ortsende von Oberobsang, wo ebenfalls eine Überlastung im Extremfall festgestellt worden war. 200 Meter Stahlbetonrohr werden hier nach Angaben von Norbert Hübner, stellvertretender Tiefbauamtsleiter, neu eingesetzt, einhergehend mit einer Verdopplung des Rohr-Querschnitts, was eine um das Zehnfache erhöhte Förderleistung zur Folge hat. „Damit sollten wir lange Zeit hier Ruhe haben“, so Hübner.

Das gilt auch für den Bereich vor dem Klärwerk. Dort wird im kommenden Frühjahr mit der B 85 nach Kulmbach eine Verkehrsader von den Arbeiten tangiert, doch erst einmal ist von Anfang Oktober bis voraussichtlich Ende November der Abschnitt zwischen dem Stadtbauhof und der Kreuzung zur Kulmbacher Straße an der Reihe. „Die Anlieger sind bereits informiert, was an Verkehrsbeschränkungen aus sie zukommt“, so Hübner. Die zu verlegenden Wasserleitungen erschweren dort die Arbeiten. Die Zufahrt zum Recyclinghof wird allerdings erhalten bleiben.

Keine Durchfahrt ist indes mehr möglich, wenn die 200 Meter der Gravenreutherstraße zwischen Grüner Baum und Telramundweg neue Kanalrohre erhalten. Dies ist seit letzter Woche der Fall. Hier muss übrigens in sechs Metern Tiefe gearbeitet werden, während die Kanäle normalerweise in drei bis dreieinhalb Metern Tiefe verlegt sind. Für das Jahr 2011 ist eine neue Asphaltierung der gesamten Gravenreutherstraße geplant.

Kein Kanalbau, sondern eine Verbesserung der Straßenstruktur findet derzeit in der Karl-Marx-Straße statt. Dort ist der Unterbau der Straße nicht frostsicher. Im Zuge der Maßnahme werden auch gleich sechs Bäume gepflanzt, um den Allee-Charakter des Straßenzuges herab vom Festspielhaus in Richtung Innenstadt weiter zu stärken. Die Kosten liegen inklusive Bepflanzung bei 150.000 Euro. Hier ist eine komplette Sperrung der Fahrbahn nötig. Bis voraussichtlich 19. November wird der Verkehr von der Schulstraße kommend über die Carl-Schüller-, Jäger- und Friedrich-von-Schiller-Straße zum Wilhelmsplatz umgeleitet. Vom Wilhelmsplatz kommend führt die Umleitung über Friedrich-von-Schiller-, Bahnhof- zur Carl-Schüller-Straße. Ein Anliegerverkehr ist je nach Bauabschnitt möglich.