Stadt Bayreuth

14.05.2010

Neue Partner in Moskau

Spitzenvertreter der Universität Bayreuth und der Moskauer Städtischen Pädagogischen Universität unterzeichnen „Memorandum of Understanding“

Der Rektor der Moskauer Städtischen Pädagogischen Universität, Professor Dr. Victor V. Rjabov, und der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Dr. Rüdiger Bormann (rechts), unterzeichneten ein Ein „Memorandum of Understanding“ haben der Rektor der Moskauer Städtischen Pädagogischen Universität, Professor Dr. Victor V. Rjabov, und der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Dr. Rüdiger Bormann, bei einem Treffen in Bayreuth unterzeichnet. Dieses Abkommen soll beide Universitäten einander deutlich näher bringen. Ziel ist eine gut funktionierende Kooperation mit Studenten- und Dozentenaustausch sowie einem Doppelstudiengang auf Bachelor- und Masterniveau.

Der Austausch von Studierenden werde bereits demnächst anlaufen, hieß es bei dem Treffen von Spitzenvertretern beider Universitäten auf dem Campus der Universität Bayreuth. Noch im Herbst dieses Jahres soll der Austausch von Dozenten hinzukommen – bis Jahresende wollen die Partneruniversitäten zudem mit der Konzeption eines Doppelstudiengangs auf Bachelor- und Masterniveau beginnen.

Fachliche Grundlage dafür ist das bereits gut funktionierende Dual-Degree-Programm, das die Universität Bayreuth gemeinsam mit dem Moskauer Institut für Linguistik anbietet. Den neuen und zusätzlichen Kontakt zur Pädagogischen Universität in Moskau haben insbesondere Professor Dr. Michael Steppat, Studiendekan der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth und Inhaber des Lehrstuhls für Anglistik/Amerikanistik, sowie Professor Dr. Bernd Müller-Jacquier (Lehrstuhl Interkulturelle Germanistik) aufgebaut. Durch die enge Vernetzung mit der Leitungsebene der Moskauer Städtischen Pädagogischen Universität sieht man an der Universität Bayreuth die rasche Entwicklung einer gut funktionierenden Zusammenarbeit als gesichert an. Ein weiterer Grund zum Optimismus: An der Moskauer Städtischen Pädagogischen Universität hat Deutsch als Sprache einen hohen Stellenwert.

„Interessant könnte die momentan auf die linguistisch-interkulturellen Fachbereiche Germanistik und Anglistik/Amerikanistik konzentrierte Kooperation auch für weitere Fachbereiche der Universität Bayreuth werden“, sagt Dr. Arnim Heinemann, Leiter des International Office. Die Städtische Pädagogische Universität in Moskau habe zugesagt, künftig Fachkenntnisse zu politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Besonderheiten des slawischen Raums in deutscher Sprache für Studierende der Universität Bayreuth anzubieten.

Die Universität Bayreuth beteiligt sich mit dieser Kooperation an den politisch geförderten und geforderten Bemühungen europäischer Universitäten, den Bolognaprozess nach Osteuropa zu tragen. Mit Hilfe eines Doppelstudiengangs lassen sich Kenntnisse und Erfahrungen in der Praxis teilen. Bereits jetzt zeigen weitere Universitäten in Moskau (Lomonossov – mit der es bereits eine wissenschaftliche Kooperation gibt – und die Moskauer Linguistische Universität) Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth in diesem Bereich. „Die Kooperation mit der Moskauer Städtischen Pädagogischen Universität könnte also ein weiterer Schritt  zu einem Netzwerk sein, das der Universität Bayreuth eine Schnittstellenkompetenz zu Moskauer Universitäten einbringt“, so Heinemann.

Experten schätzen die akademische Qualität des Wissenschaftsstandortes Moskau hoch ein, Moskau liege in Osteuropa in der absoluten Spitzengruppe. Die Universität Bayreuth sieht die neu vereinbarte Zusammenarbeit zunächst als deutliche Stärkung ihrer Beteiligung am DAAD-Programm „Ostpartnerschaften“ an.

(Quelle: Universität Bayreuth)