Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

26.11.2009

Neue Perspektiven für die Schoko

Mietverhandlungen zwischen Stadt und Eigentümer sind so gut wie abgeschlossen

Gute Neuigkeiten für die Freunde der ehemaligen Schokofabrik in St. Georgen: Die Stadt Bayreuth wird das Gebäude für mehrere Jahre mieten – bis auf ein paar wenige Formalitäten, die es noch zu klären gilt, sind die Mietverhandlungen jetzt weitgehend abgeschlossen. Sobald der Mietvertrag unterschrieben ist, kann die Stadt mit den dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen beginnen, sodass die Schokofabrik im Frühjahr 2010 wiedereröffnet werden könnte.

Der Verein Kulturkraft e.V. hat die Schokofabrik in den letzten Jahren zu einem Sport- und Kulturzentrum für Jugendliche „umfunktioniert“. Mit der Indoor-Skaterbahn und zahlreichen Veranstaltungen hat sich die Schokofabrik zu einer wichtigen Einrichtung für die Bayreuther Jugendlichen entwickelt, die dort betreut und gefördert werden. Wie wertvoll diese Arbeit gerade im Stadtteil St. Georgen ist, der als sozialer Brennpunkt gilt, hat auch die Stadt erkannt. Deswegen setzt sie alles daran, dass der Verein den Betrieb in der Schokofabrik wieder aufnehmen kann.

Die alte Schokofabrik soll zum Jugend- und Freizeitzentrum werden

Im Frühjahr 2009 musste die Schokofabrik aufgrund deutlicher Sicherheitsmängel geschlossen werden. Seither hat sich die Stadt bemüht, eine für alle Beteiligten (Verein, Stadt, Eigentümer) sinnvolle Lösung für die Schokofabrik zu finden. Nachdem ein Kauf des Gebäudes für die Stadt aufgrund der aktuellen Haushaltslage nicht in Frage kommt, hat sie sich dazu entschlossen, das Gebäude erstmal für fünf Jahre zu mieten, um es an den Verein Kulturkraft unterzuvermieten – selbstverständlich mit dem Wunsch und der Option, die Schokofabrik zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen.

Damit ist der Weg frei für eine Teilsanierung des Gebäudes, die Sicherheitsmängel beseitigt und die Schokofabrik wieder nutzbar macht. Dazu gehören unter anderem der Austausch der Türen, die Sanierung der sanitären Anlagen, Brandschutzmaßnahmen sowie eine komplett neue Elektroinstallation und Beleuchtung. Gesamtkosten: rund 180.000 Euro. Während der Umbauphase plant der Verein Kulturkraft, eine Art „Notbetrieb“ in einem Teil des Gebäudes anzubieten, sodass die Jugendlichen „ihre“ Schoko bis zur ersehnten Wiedereröffnung zumindest eingeschränkt wieder nutzen können.