Stadt Bayreuth

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25.10.2007

Neuer Busbahnhof für Bayreuth

Die neue ZOHMit der Einweihung einer neuen Zentralen Omnibus-Haltestelle (ZOH) hat die Stadt Bayreuth eines der wohl wichtigsten Bauvorhaben für die weitere Entwicklung ihrer Innenstadt realisiert. Am Freitag, 26. Oktober, weiht Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl die neue ZOH am Hohenzollerneck offiziell ein. Ab Samstag, 27. Oktober, wird das neue Bauwerk dann vom Bayreuther Stadtbusverkehr in Betrieb genommen.

Kaum ein Thema hat die kommunalpolitische Diskussion in Bayreuth in den vergangenen Jahren derart bestimmt, wie das Für und Wider um ene Verlagerung der ZOH – in den Stadtratsgremien ebenso wie in der Bayreuther Öffentlichkeit. Heiß umstritten war über Jahre hinweg weniger das Ziel, Bayreuths Fußgängerzone vom Stadtbusverkehr zu befreien, als vielmehr die Frage, wo der neue Busbahnhof künftig seinen richtigen Standort finden sollte. “Ein schwieriger und langwieriger Prozess der Willensbildung, der sich gelohnt hat”, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl.

Rund 9,5 Millionen Euro hat die Stadt Bayreuth in den Bau der neuen ZOH investiert und zur Finanzierung auch staatliche Zuschüsse in erheblichem Umfang erschlossen. Weitere 4,5 Millionen Euro flossen in die Sanierung und den Umbau des benachbarten städtischen Anwesens Maxstraße 48. Hier ist eine attraktive Ladenpassage entstanden, die den neuen Busbahnhof direkt mit der Fußgängerzone verbindet.

Bislang schlug das Herz des Bayreuther Stadtbusverkehrs mitten in der Innenstadt auf dem historischen Marktplatz. Mit dem neuen Busbahnhof und der damit verbundenen, weitgehend busfreien Fußgängerzone hat die Stadt nun entscheidende Grundlagen für eine qualitative Weiterentwicklung von Bayreuths “guter Stube” geschaffen. “Mit dem Abzug der Stadtbusse vom Marktplatz eröffnet sich der Innenstadt die wohl für viele Jahre einmalige Chance zur Neugestaltung”, so OB Dr. Hohl. Im Rathaus liegen als Ergebnis eines städtenaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerbes bereits umfangreiche Architektenentwürfe für eine Umgestaltung und Attraktivitätssteigerung auf dem Tisch, die nun zügig umgesetzt werden sollen.

In einem von der Stadt moderierten Diskussionsprozess “Aufschwung Innenstadt” mit interessierten Bürgern, Einzelhändlern und Grundstückseigentümern wurden darüber hinaus in den vergangenen Monaten Ideen entwickelt, die dem Bayreuther Innenstadtmarketing mehr Schlagkraft verleihen sollen.

Dem öffentlichen Personennahverkehr eröffnet der jetzt realisierte Busbahnhof in Bayreuth ebenfalls neue Dimensionen der Kundenfreundlichkeit, der Pünktlichkeit und der serviceorientierten Fahrgastinformation. Für den Stadtbusverkehr bedeutet dies einen echten qualitativen Sprung. Feste Bussteige, kürzere Umsteigewege und kürzere Fahrtzeiten auf einer ganzen Reihe von Buslinien gehören ebenso dazu, wie ein eigenes Kunden-Center mit Fahrscheinverkauf an der neuen ZOH sowie übersichtliche elektronische Fahrgastinformations-Anzeiger. Auch eine Verknüpfung mit den Regionalbussen ist nun möglich, was für die Buskunden bequemes Umsteigen an einem zentralen Ort bedeutet.

Im kommenden Jahr sollen weitere Maßnahmen den Stadtbus noch attraktiver machen – so zum Beispiel durch satellitengestützte Ortung der Busse, die durch eine genaue Standortmeldung Informationen über verfrühtes oder verspätetes Eintreffen liefert, die dynamische fahrgastinformation mit Ist-Abfahrtszeiten ermöglicht und schließlich auch die Beeinflussung von Ampelanlagen im Stadtgebiet sicher stellt, damit der Bus möglichst nicht im Stau vor einer roten Ampel steht.