Stadt Bayreuth

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07.12.2007

Neuer DB-Fahrplan – für Bayreuth ein Erfolg

Einfahrt in den Hauptbahnhof Bayreuth“Unter den gegenwärtigen infrastrukturellen Umständen ist der am Sonntag, 9. Dezember, in Kraft tretende Fahrplan optimal”. Mit dieser Bewertung sieht Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl der Einführung der 2. Stufe des Integralen Taktfahrplans auf der Franken-Sachsen-Magistrale entgegen.

Bereits vor einem Jahr wurde als erste Stufe der Franken-Sachsen-Express von Nürnberg nach Dresden im Zwei-Stunden-Takt eingeführt. Doch einige Züge mussten über Marktredwitz geführt werden, so dass Bayreuth Fahrplanlücken hinnehmen musste. Künftig wird der Franken-Sachsen-Express aber die Wagnerstadt in einem echten Zwei-Stunden-Takt nach Dresden und Nürnberg anbinden.

Mehr noch: Durch eine schnelle Umsteigeverbindung über Kirchenlaibach steht Bayreuther Fahrgästen sogar ein Stundentakt nach Dresden zur Verfügung. Nach Nürnberg wird der Franken-Sachsen-Express auch weiterhin durch die stündlichen Regionalexpress-Züge mit den bisherigen Unterwegshalten ergänzt.

Eine weitere Verbesserung wird besonders den Bayreuther Pendlern nach Nürnberg oder den Geschäfts- und Dienstreisenden nach München entgegenkommen: Der zu ICE-Zeiten sehr beliebte Frühzug um 6.28 Uhr nach Nürnberg wird wieder eingesetzt. Als Regionalexpress wird er ebenfalls nonstopp in 51 Minuten den Bahn-knoten Nürnberg erreichen und jenen Fahrgästen ein halbes Stündchen mehr Schlaf schenken, die bislang bereits um 6 Uhr am Bahnsteig stehen mussten.

Umsetzung des modernsten Fahrplanprinzips

“Die Stadt Bayreuth hat mit dem Fahrplan 2008 ein wichtiges Ziel erreicht, wofür sie zusammen mit ihren Partnerstädten im Sächsisch-Bayerischen Städtenetz in den vergangenen drei Jahren intensiv gearbeitet hatte”, betont Dr. Hohl. Nach Einstellung des ICE- und IC-Betriebes mit Neigetechnikfahrzeugen 2004 war die Sachsen-Franken-Magistrale wieder auf den Stand der 90er Jahre zurückgefallen. Über Bayreuth verkehrte nur noch ein lokbespanntes IC-Paar.
Da die Deutsche Bahn AG nicht mehr bereit war, dieselgetriebene Neigetechnikfahrzeuge im Fernverkehr einzusetzen, konzentrierte sich die Strategie des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes auf die Optimierung des Fahrplans von Regionalzügen nach dem Prinzip des Integralen Taktfahrplans. “Es gibt wohl keine andere Eisenbahnstrecke in Deutschland, die fahrplantechnisch so gründlich untersucht wurde”, betont Günter Finzel, der als Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung auch für das Städtenetz und für die Eisenbahnanbindung zuständig ist. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Franken-Sachsen-Magistrale für einen integralen Taktfahrplan bestens eignet.

Nach schwierigen Verhandlungen konnten sich die Beteiligten, also die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die sächsischen Verkehrsverbünde und letztlich auch die Deutsche Bahn AG darauf einigen, auch die für die zweite Stufe erforderlichen Fahrplanumstellungen vorzunehmen, und das bereits zum neuen Fahrplan. “Davon werden alle profitieren”, gibt sich Oberbürgermeister Dr. Hohl sicher, “vor allem die Fahrgäste und damit die gesamte Region. Dies ist ein großartiger Erfolg der gemeinsamen Arbeit im Sächsisch-Bayerischen Städtenetz.”