Stadt Bayreuth

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04.12.2007

Neuerwerbungen für städtische Museen

Caroline Freifrau von LindenfelsWertvoller Zuwachs für das Jean-Paul-Museum und das Historische Museum: Den beiden städtischen Museen wurde ein Konvolut von drei Pastellgemälden zum Kauf angeboten worden, wovon zwei für das Jean-Paul-Museum erworben werden konnten. Es handelt sich um Porträts von Caroline Freifrau von Lindenfels (1774-1850), geborene von Flotow, sowie von ihrem Bruder Wilhelm von Flotow (1787-1835). Das dritte Gemälde, das den Vater der beiden Geschwister, Hellmut Heinrich Gustav von Flotow, zeigt, wurde vom Historischen Museum angekauft.

In seinem berühmten Brief vom 3. September 1793 an Renate Wirth spricht Jean Paul von einem Entzücken an Renates Freundin Caroline von Flotow. Nach ihren Tagebüchern hat Caroline von Lindenfels Jean Pauls leiden-schaftliches Interesse jedoch nicht bemerkt.

Die Familie von Lindenfels stammt aus Thumsenreuth, einem Ortsteil der Gemeinde Krummennaab im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz. Seit 1661 befindet sich das Schloss Thumsenreuth in den Händen der Familie von Lindenfels.

Das vom Historischen Museum erworbene Pastellbildnis wiederum zeigt Hellmut Heinrich Gustav von Flotow (1741-1797). Der mecklen-burgische Adelige kam durch seine Heirat in den Besitz des Schlosses Göppmannsbühl und war Kammerdirektor in Bayreuth. Eine große Anzahl von Schriftstücken aus seinem persönlichen Nachlass und aus dem ehemaligen Archiv Göppmannsbühl befindet sich im Stadtarchiv Bayreuth.

Das Jean-Paul-Museum kann zudem einen weiteren Neuzugang verzeichnen. Es handelt sich um ein 70 x 57 cm großes Ölportrait von Christian Georg Otto, einem Mitschüler Jean Pauls in Hof, späterer Jurist und Schriftsteller, der zu einem der “Kardinalsfreunde” des Dichters wurde. Christian Otto war nicht nur als Brief- und Ansprechpartner, Freund und Rat-geber für Jean Paul wichtig, sondern hat sich als dessen erster Biograph um sein Andenken in besonderer Weise verdient gemacht.

Das Gemälde war bereits 1997 als Schenkung von einer Nachfahrin Jean Pauls dem Jean-Paul-Museum zugewendet worden, allerdings mit der Auflage, bis zu ihrem Ableben in ihrem Besitz zu verbleiben. Nach ihrem Tod im März dieses Jahres wurde es nach Bayreuth gebracht, restauriert und wird jetzt im Jean-Paul-Museum dauerhaft ausgestellt.