Stadt Bayreuth

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11.08.2017

Neues Hochwasserrückhaltebecken auf den Weg gebracht

Stadt und Freistaat unterzeichnen Vereinbarung über die Vergabe von Planungsleistungen

In Zeiten des Klimawandels häufen sich verheerende Hochwasser in ganz Deutschland. Auch die Stadt Bayreuth reagiert auf diese Entwicklung und investiert daher in den Hochwasserschutz. In Bauernhöfen will der Freistaat Bayern ein neues Hochwasserrückhaltebecken bauen, um die Gefahr von Überschwemmungen durch den Roten Main zu entschärfen. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat am Freitag, 11. August, im Neuen Rathaus die entsprechende Vereinbarung über die Vergabe von Planungsleistungen entgegengenommen.

Vertragsunterzeichnung im Rathaus

Der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Hof, Benno Strehler (vorne links) und Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der Vertragsunterzeichnung. Im Hintergrund: Der Abteilungsleiter des Wasserwirtschaftsamtes Hof für Stadt und Landkreis Bayreuth, Boris Roth, und Baureferentin Urte Kelm. | Foto: Andreas Türk

Der Bauausschuss des Stadtrats hat der Vereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Hof als Träger der Maßnahme, und der Stadt Bayreuth im Juni zugestimmt. Die Kosten für die beschlossenen Planungsleistungen sollen sich laut vorläufiger Einschätzung auf 600.000 Euro belaufen, wobei sich die Stadt Bayreuth mit 210.000 Euro an den Ausgaben beteiligt.

Rückhaltebecken soll zwischen Bauernhöfen und Bruckmühle entstehen

Bei der geplanten Hochwasserschutzmaßnahme handelt es sich um den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens am Roten Main zwischen Bauernhöfen und Bruckmühle, das zirka 30 Hektar Staufläche und 840.000 Kubikmeter Rückhaltevolumen umfassen soll. Mit der Bauplanung, einschließlich der erforderlichen Baugrunduntersuchungen, Vermessungen und naturschutzrechtlichen Prüfungen, kann nach Angaben des Wasserwirtschaftsamtes Hof im Herbst kommenden Jahres begonnen werden. Nach Abschluss der Planung wird ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt, in dem alle Betroffenen sowie Träger öffentlicher Belange beteiligt werden.

Das Hochwasserrückhaltebecken Bauernhöfen soll das bereits realisierte Becken an der Friedrich-Ebert-Straße, das im Juni 2013 fertiggestellt wurde und den benachbarten innerstädtischen Bereich vor Überflutungen schützt, ergänzen.

Ein bis zwei weitere Becken notwendig

Im Rahmen eines 2014 abgeschlossenen Raumordnungsverfahrens wurden insgesamt fünf mögliche Hochwasserrückhalteräume untersucht und positiv beurteilt. Ziel dieser Rückhalteräume ist es, Hochwasserspitzen abzumildern, um das Hochwasser gefahrlos durch die Stadt Bayreuth zu leiten. Neben dem geplanten Rückhaltebecken Bauernhöfen sind flussaufwärts voraussichtlich ein bis zwei weitere Becken notwendig, je nachdem welches Rückhaltevolumen in den einzelnen Becken erreicht wird. Als nächstmöglicher Standort kommt ein Hochwasserrückhaltebecken in Altmühle infrage.