Stadt Bayreuth

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24.09.2007

Neues Schalthaus Nord in Betrieb

Nach knapp 16 Monaten Bauzeit hat die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs GmbH (BEW) in diesen Tagen ihr neues Schalthaus Nord an der Riedinger Straße in Betrieb genommen. Der rund 900.000 Euro teure Neubau ersetzt die bisherige Schaltanlage, die nach 35 Jahren Betriebszeit ihre wirtschaftliche Lebensdauer erreicht hatte. Sie verfügt über modernste Schalt- und Leittechnik.

Die Schaltanlage Nord hat für die Versorgung des Stadtgebietes eine herausragende Bedeutung. Mehr als ein Drittel des Strombedarfs von Bayreuth wird nach Angaben von BEW-Geschäftsführer Hans Nestmann aus dem Schalthaus geliefert. Abnehmer sind vor allem die Industriegebiete im Norden Bayreuths und den angrenzenden Stadtteilen, darunter so wichtige Unternehmen wie B.A.T. oder Basell, aber auch die umliegenden Wohngebiete. “Die BEW als örtlicher Energieversorger verbessert mit dieser Investition in die Infrastruktur unserer Stadt ihre Leistungsfähigkeit mit Potential für weiteres Wachstum. Das ist eine tolle Sache und eine mutige Entscheidung zugleich”, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Denn angesichts drastisch reduzierter Netzentgelte werden derartige Invesitionen für die BEW in Zukunft deutlich schwieriger zu schultern sein.

Das Herzstück des Neubaus ist eine 24feldige Leistungsschaltanlage. Sie wurde einschließlich der Schutz- und Leittechnik von der Firma Siemens geliefert und ist mit modernsten Komponenten in Digitaltechnik ausgerüstet.

Der Strom für das neue Schalthaus kommt überregional über 100-kV-Leitungen zum benachbarten Umspannwerk der E.on. Dort wird er über große Transformatoren auf die im BEW-Netz verwendete Mittelspannung von 20.000 Volt herunter transformiert und gelangt über Kabel ins Schalthaus. Ab hier wird er dann über die Schaltanlage aufgeteilt und entweder direkt an die Kunden oder über die im Stadtgebiet befindlichen Netzstattionen weiter verteilt.

Angesichts eines steigenden Strombedarfs im Bereich des alten Schalthauses Nord hatte sich die BEW im vergangenen Jahr dazu entschlossen, ihr Netz mit einem Neubau auf den neuesten Stand der Technik zu brigen. Stadtwerke-Chef Nestmann verweist in diesem Zusammenhang auf den Umstand, dass die BEW mittlerweile über ein reines Kabelnetz zur Stromversorgung in den Betrieben und Haushalten der Stadt verfügt, was witterungsbedingte Störungen weitestgehend ausschließt. Ein Umstand, den auch OB Dr. Hohl besonders hervorhebt. “Unser Stadtnetz ist sehr zuverlässig, mit weit unter dem Durchschnitt liegenden Ausfallzeiten”. Diese Versogungssicherheit sei nicht zuletzt das Ergebnis stetiger Investitionen in die technischen Anlagen, in den zügigen Neu- und Ausbau sowie in die sorgfältige Wartung der einzelnen Versorgungskomponenten. “Das neue Schalthaus Nord ist hierfür ein Paradebeispiel.”

Das Auftragsvolumen für Gebäude, Schaltanlage sowie der nach den neuesten Anforderungen konzipierten Leit- und Schutztechnik lag bei rund 900.000 Euro. Das Schalthaus selber wurde mit Fertigbetonteilen erstellt.