Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

26.10.2010

Neugestaltung Wahnfried: Jetzt sind die Gremien am Zug

Sieger des Architekturwettbewerbs ist Staab Architekten, Berlin – Bauausschuss sagt ja zum Entwurf des 1. Preisträgers

Die Würfel sind gefallen – der Sieger des Architekturwettbewerbs zur Neugestaltung und Sanierung von Haus Wahnfried steht mit der Staab Architekten GmbH fest. Jetzt sind die Gremien des Stadtrats am Zug: Am 26. Oktober hat sich der Bauausschuss für die Umsetzung des Entwurfs des 1. Preisträgers ausgesprochen. Am 27. Oktober wird sich das Stadtratsplenum mit dem Ergebnis des Wettbewerbs befassen. 

So sieht der Entwurf im Einzelnen aus (zum Vergrößern aufs jeweilige Bild klicken):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr als 30 Jahre nach der Eröffnung des Richard-Wagner-Museums im Haus Wahnfried 1976 wird es zu einer baulichen Sanierung und umfassenden Neugestaltung des Museums kommen. Ziel ist es, das Museum für seine Besucher im Wagner-Jubiläumsjahr 2013 wieder zu eröffnen. Im Rahmen eines internationalen Architektenwettbewerbs, den die Stadt Bayreuth im März 2010 ausgelobt hatte, wurden aus über 200 Bewerbungen 23 Entwürfe mit Modellen und Plänen eingereicht, aus denen das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Anne Beer am 7. und 8. Oktober 2010 folgende Preisträger ermittelt hat.

1. Preis: Büro Staab Architekten, Berlin
2. Preis: Büro wulf & partner, Stuttgart
3. Preis: Büro Daniel Zajsek, Hamburg
4. Preis: Büro marte.marte architekten, Weiler
5. Preis: Büro David Chipperfield, Berlin

>> Hier können Sie sich die Plätze 2 bis 5 anschauen

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl zeigte sich bei der Präsentation des Siegerentwurfs überzeugt von der Qualität des Konzeptes. „Auf zurückhaltende Art und Weise wird im Bereich des Wahnfried-Gebäudes ein neuer Akzent gesetzt, der das Wagner-Museum in eine neue Dimension führt“. Mit Volker Staab habe man einen sehr renommierten Museumsarchitekten zum Preisträger gekürt. Er hat unter anderem das Neue Museum Nürnberg und das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt entworfen.  

Prof. Anne Beer, Vorsitzende des Preisgerichts, lobte beim Pressegespräch die hohe Funktionalität des Siegerentwurfs. Er füge sich angenehm und behutsam in das vorhandene Areal ein, schaffe durch große Glasflächen neue Aus- und Einblicke und bilde einen gelungenen Kontrast zum Massivbau Haus Wahnfried. Und auch Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich lobte den Entwurf als „das Beste, was Bayreuth passieren konnte.“ 

Das neue Museumsgebäude bietet im Erdgeschoss Platz für Wechselausstellungen sowie sonstige Veranstaltungen. Im Untergeschoss, das über Aufzüge und Treppen erreichbar und durch Lichthöfe beleuchtet wird, soll die Wagner-Dauerausstellung Platz finden. Im sogenannten Gärtnerhaus wird ein Museumsshop eingerichtet. Auch ein Museumscafe soll entstehen.

Haus Wahnfried selbst soll als Baudenkmal und Richard Wagners Wohnhaus stärker als bisher erlebbar werden. Das Museumsdepot wird unterirdisch vor dem bisherigen Haupteingang von Wahnfried angelegt.  

pdf-Logo Die Liste aller Wettbewerbsteilnehmer
pdf-Logo Das Preisgericht

Stadtrat tagt am 27. Oktober
Am 26. Oktober hat sich der Bauausschuss des Stadtrats in einer Sondersitzung mit den Ergebnissen des Architektenwettbewerbs befasst und in einem Gutachten mit großer Mehrheit für eine Umsetzung des Entwurfs des 1. Preisträgers votiert. Am Mittwoch, 27. Oktober, hat jetzt der Gesamtstadtrat abschließend das Wort. 

Preisverleihung in Haus Wahnfried

Am 26. Oktober übergab Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl die Preise an die Erst-, Zweit- und Fünftplatzierten des Architektenwettbewerbs. Die 3. und 4. Plätze waren verhindert, bekommen demnach ihren Preis zugeschickt. Für den 1. Preis gab es 22.000 Euro, für den 2. Preis 16.000 Euro, für den 3. Preis 10.000 Euro, für den 4. Preis 6.000 Euro und für den 5. Preis 4.000 Euro.

Der Oberbürgermeister unterstrich bei der Preisvergabe die hohe Bedeutung dieses Museumsprojektes für Bayreuth und daraus resultierend die wichtige Aufgabe des kompetent besetzten Preisgerichts.   

Die Sieger des Wettbewerbs

Das Foto zeigt (von links): Tobias Wulf und Christine Eisele von wulf + partner (2. Preis), Volker Staab und Peer Petersen von Staab Architekten (1. Preis), Alexander Schwarz vom Büro David Chipperfield (5. Preis) und Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl.