04.02.10
Die Idee entstand im kleinen, inoffiziellen Kreis: In Bayreuth
soll künftig ein Alexander von Humboldt-Tag initiiert werden – ein gemeinsames Projekt der Alexander von Humboldt Stiftung in Bonn, der Stadt und der Universität Bayreuth. Darauf
haben sich im Vorfeld einer Netzwerktagung der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Bayreuth der Leiter der Abteilung Förderung und Netzwerk der Stiftung, Dr. Steffen
Mehlich, Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Professor Dr. Hans-Werner Schmidt, Vizepräsident für den Bereich Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs an der
Universität Bayreuth, verständigt.
Einen weiteren Kooperationsansatz zwischen der Humboldt-Stiftung und der Region Bayreuth hat jüngst Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär im
Bundesfinanzministerium, angeregt. Koschyks Heimatgemeinde Goldkronach verbindet viel mit Alexander von Humboldt, Humboldt war als Oberbergmeister unter anderem mit den Minen bei Goldkronach
befasst. Dorthin, so Koschyks Idee, die bei der Humboldt-Stiftung auf reges Interesse stößt, könnten künftig Studienprogramme von Humboldt-Stipendiaten führen.
Zum Auftakt der Netzwerktagung, an der 54 junge Forscherinnen und Forscher aus 20 Ländern teilnehmen, würdigte Dr. Steffen Mehlich ausdrücklich die Leistungsfähigkeit und die
internationale Anziehungskraft der Universität Bayreuth. Die Zahl der Professorenstellen zugrunde gelegt, rangiere die Universität Bayreuth seit Jahren auf Spitzenplätzen der
Humboldt-Rankings. Mehlich: „Bayreuth hat eine besondere Stellung. Denn Bayreuth ist besonders erfolgreich bei der Einladung von Gastwissenschaftlern, Preisträgern und
Stipendiaten.“ Der Leiter der Abteilung Förderung und Netzwerk würdigte zudem ausdrücklich die Arbeit des Welcome Centres, das internationale Gastwissenschaftler an der
Universität Bayreuth betreut. Die Humboldt-Stiftung ist an der Finanzierung dieser Einrichtung beteiligt.
Es sei das außergewöhnliche Engagement der Wissenschaftler und Professoren, das den Erfolg der Universität Bayreuth sicherstelle. Die Bereiche Polymer Nanostructures und
Makromolekulare Chemie befänden sich an der Spitze der deutschen Wissenschaft. Auf ihren Profilfeldern, das zeigten aktuelle Rankings, lasse die Universität Bayreuth selbst deutlich
größere Hochschulen hinter sich. Mehlich: „Wir sind beeindruckt.“
An der Netzwerktagung, die noch bis Freitag, 5. Februar, andauert, nehmen 54 internationale Wissenschaftler teil, die mit Unterstützung der Humboldt-Stiftung an Universitäten im süddeutschen Raum arbeiten. Mit neun Gastwissenschaftlern stellt China die größte Gruppe, gefolgt von den USA, Spanien, Nigeria, Indien, Österreich und Russland. Jene 54 Teilnehmer repräsentieren 34 wissenschaftliche Disziplinen – mehrheitlich stehen sie für den Bereich der Naturwissenschaften. Ihr Treffen dient dem gegenseitigen Kennenlernen und fördert das Verständnis für die Aktivitäten und Programme der Stiftung. Zudem ermöglicht es den Teilnehmern, mit der Universität Bayreuth eine weitere Hochschule neben der, die sie sich für ihren Aufenthalt in Deutschland ausgesucht haben, intensiv kennenzulernen. Die Teilnehmer besuchen Institute und Lehrstühle der Universität Bayreuth und diskutieren mit Bayreuther Wissenschaftlern.
Vizepräsident Professor Dr. Hans Werner Schmidt, der die Tagungsteilnehmer begrüßt hatte, zeigte sich nach dem Treffen mit den Verantwortlichen der Humboldt-Stiftung erfreut. Deren Begeisterung für Bayreuth sei regelrecht spürbar.
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