Uni Bayreuth ist bayerischer Pionier 
Wissenschaftsminsiter Heubisch sieht die Zulassung zur Systemakkreditierung als Schritt zur besseren Lehre
05.02.10
Als erste bayerische Universität wurde die Universität Bayreuth durch die Akkreditierungsagentur ACQUIN (Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut)
zur Systemakkreditierung zugelassen. „Die Universität Bayreuth ist damit unter den ersten deutschen Hochschulen, die sich einer umfassenden Prüfung ihres internen
Qualitätssicherungssystems unterziehen – das ist ein wichtiger Schritt für die Verbesserung der Lehre im Kontext des Bologna-Prozesses", begrüßte Wissenschaftsminister
Wolfgang Heubisch in einer Mitteilung die Initiative der Hochschule.
„Wir nehmen die Qualitätssicherung an den bayerischen Hochschulen sehr ernst. Alle Zielvereinbarungen des Wissenschaftsministeriums mit den bayerischen Universitäten und
Fachhochschulen enthalten konkrete Planungen zu diesem Thema", so Heubisch weiter. Die Aktivitäten der Hochschulen würden seitens des Wissenschaftsministeriums positiv begleitet. So habe
man der Universität Bayreuth im Rahmen der Zielvereinbarung Mittel zur Vorbereitung und Durchführung des nun angelaufenen Akkreditierungsverfahrens zur Verfügung gestellt.
Die Universität Bayreuth war bereits an dem Pilotprojekt „Prozessqualität für Studium und Lehre - Konzeption und Implementierung eines Verfahrens der Prozessakkreditierung"
beteiligt, das in Anbindung an das Projekt Qualitätssicherung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) durchgeführt wurde. Weitere Partner des durch das Bundesforschungsministerium (BMBF)
finanzierten Projekts waren die Universität Bremen, die Fachhochschulen Erfurt und Münster sowie die Akkreditierungsagentur AQUIN.
Er freue sich über die Anerkennung aus München, erklärte der für den Bereich Lehre und Studierende zuständige Vizepräsident der Universität Bayreuth, Professor
Dr. Stefan Jablonski. Vorreiter zu sein, berge sicherlich ein paar Risiken. „Viel wichtiger aber ist, dass wir die Art, wie Systemakkreditierung künftig funktioniert, maßgeblich
mitgestalten können.“
Im Unterschied zur derzeit gängigen Programmakkreditierung, in der die Bachelor- und Masterstudiengänge einer Hochschule begutachtet werden, ist das interne Qualitätssicherungssystem
einer Hochschule Gegenstand der Systemakkreditierung. Im Zuge des Verfahrens werden alle für Studium und Lehre relevanten Strukturen und Prozesse daraufhin überprüft, ob sie
das Erreichen der Qualifikationsziele und qualitätvolle Studiengänge gewährleisten. Die Akkreditierung eines internen Qualitätssicherungssystems hat zur Folge, dass alle
Studiengänge, die das Qualitätssicherungssystem durchlaufen haben, für einen Zeitraum von sechs Jahren akkreditiert sind.
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