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La Xilografia Italiana 1912-2012 vorlesen

Klassische, moderne und zeitgenössische italienische Holzschnitte im Kunstmuseum Bayreuth

13.02.14

HolzschnittDie Ausstellung "La Xilografia Italiana 1912-2012" zeigt klassische, moderne und zeitgenössische italienische Holzschnitte aus öffentlichen Sammlungen in La Spezia und italienischen Privatsammlungen. Sie wird am Sonntag, 23. Februar, um 11 Uhr, im Kunstmuseum Bayreuth eröffnet und dauert bis 9. Juni.

Die Tradition dieser wohl ältesten Hochdrucktechnik reicht weit zurück. Schon in Babylonien und Ägypten und im China des 4. Jahrhunderts wurden Holzstempel verwendet. Im 9. und 10. Jahrhundert entstehen dort und in Japan bereits erste künstlerische Holzschnitte – eine Tradition, die sich ab dem 18. Jahrhundert auch in Europa auswirken sollte. Dort entfaltet sich die Technik des Holzschnitts mit dem Siegeszug des Buchdruckes im 15. Jahrhundert und war damals die einzige Art, Bilder zu reproduzieren und zu vervielfältigen.

Landläufig wird die Holzschnitt-Technik vor allem mit dem deutschen Expressionismus in Verbindung gebracht, mehr noch, der Holzschnitt gilt als die wohl deutscheste Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts. In der Dr. Helmut und Constanze Meyer Kunststiftung bewahrt das Kunstmuseum Bayreuth zahlreiche Werke dieser Zeit. „La Xilografia Italiana“ zeigt, dass es in Italien eine intensive Auseinandersetzung mit der Holzschnitt-Technik gibt. Beeinflusst durch die Zeitschrift „L‘Eroica“, die 1911 in La Spezia erschien, und durch die Ausstellung in Levanto von 1912, an der bekannte Künstler teilnahmen, entwickelte sich bis heute eine lebendige Kunstszene um das Medium Holzschnitt.

Erstmals in Deutschland sind nun im Bayreuther Kunstmuseum die ganze Vielfalt und der ganze Reichtum der klassischen, modernen und zeitgenössischen italienischen Holzschnitte zu sehen. Viele bekannte Namen wie Barbieri, Da Carolis, Guarneri, Mantelli oder Moroni sind dort zu finden, die in der Zeit der großen internationalen Kunstausstellung in Levanto 1912 bis heute im künstlerischen Umfeld der Zeitschrift „L’Eroica“ gearbeitet haben.

Natürlich gibt es auch etliche Neuentdeckungen. Das Bildprogramm der Ausstellung reicht von Buchillustrationen und Exlibris bis zu Portraits und freien Arbeiten und vom Jugendstil über die Abstraktion bis zur Pittura Metafisica und zur gestischen Form: Bis zum heutigen Tage wird diese uralte Technik immer wieder neu gesehen und verwendet.

Die Ausstellung entstand zwischen dem Kunstmuseum Bayreuth und den Istituzione Per I Servizi Culturali Della Spezia als ein Projekt der „Gemellaggio“, der gemeinsamen Städte-Partnerschaft. Ein umfangreiches museumspädagogisches Programm mit Vorträgen, Führungen und praktischen Angeboten und speziell für Schulklassen, KinderKunstKurse und Senioren begleitet die Ausstellung.

Der Flyer zur Ausstellung zum Download [PDF-Datei; 867 KB]


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