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Mit "Gleisüberhöhung" schneller zum Ziel vorlesen

Messfahrten zur Erfassung der Gleitgeometrie auf der Franken-Sachsen-Magistrale

03.06.14

Beim Pressegespräch am HauptbahnhofSelbst geringe Fahrtzeitverkürzungen können im vertakteten Bahnbetrieb große Verbesserungen mit sich bringen. Eine kostengünstige Möglichkeit ist die sogenannte „Gleisüberhöhung“, die höhere Geschwindigkeiten in den Kurven erlaubt. Der Bayerische Bauindustrieverband möchte zusammen mit der Stadt Bayreuth und dem Sächsisch-Bayerischen Städtenetz die Beschleunigungspotenziale durch Gleisüberhöhung auf der Sachsen-Franken-Magistrale sowie auf den Nebenbahnen des Bayreuther Sterns ermitteln.

Hierzu fanden jetzt Messfahrten zur Erfassung der Gleisgeometrie statt. Die dabei gewonnenen Daten werden anschließend von der Technischen Universität München mit dem neu entwickelten Programm „ProZeit“ ausgewertet. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bauindustrieverbandes Oberfranken Karl-Günter Krauß bei einem Pressegespräch am Gleis 1 des Bayreuther Hauptbahnhofs über die Messfahrten informiert. Eigentlich war es geplant, den Messzug bei seinem Zwischenstopp in Bayreuth zu besichtigen, dieser hatte jedoch eine Stunde Verspätung. Der Grund: Bayreuth ist nur eingleisig angebunden.

Der MesszugDie Stadt Bayreuth hat zwar insgesamt vier Bahnanschlüsse, doch keiner davon ist zweigleisig. Der Raum Bayreuth ist daher ein Nadelöhr im Bahnbetrieb mit erheblichen Folgen: Zugverspätungen weiten sich mangels Ausweichmöglichkeiten rasch auf die gesamte Region aus. Bei der Fahrplangestaltung gibt es viele Einschränkungen aufgrund der geringen Streckenkapazitäten. "Daher muss der Bau von zweiten Gleisen ein wichtiges Ziel sein. Hierfür setzen wir uns beim Bundesverkehrsministerium mit allem Nachdruck ein und wollen eine Realisierung im nächsten Bundesverkehrswegeplan erreichen", so Merk-Erbe.

Eine baldige Verbesserungsmöglichkeit liege in der Erhöhung der Streckengeschwindigkeiten, da durch schnellere Züge die eingleisigen Streckenabschnitte rascher frei werden. Bei den kurvenreichen Strecken, die rund um Bayreuth liegen, kann durch eine Erhöhung der Kurvengeschwindigkeiten viel erreicht werden. Dies ist sowohl für konventionelle Züge als auch für Neigetechnikzüge durch die sogenannte "Überhöhung" von Gleisen möglich. "Ich hoffe, dass durch diese Untersuchung mit dem Messzug reichlich Beschleunigungsmöglichkeiten festgestellt werden können", so die Oberbürgermeisterin abschließend.

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