Stadt Bayreuth

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13.09.2005

Noch mehr Service am Recyclinghof

Fitnesskur für den städtischen Recyclinghof: Die viel gefragte Entsorgungseinrichtung für Abfälle aller Art hat in den vergangenen Monaten für 140 000 Euro eine Rundum-Erneuerung erfahren. Ohne größere Hilfestellung des städtischen Personals können ab sofort die Wertstoffe in die entsprechend gekennzeichneten Behälter geworfen werden. 13 solcher Container stehen in dem frei zugänglichen Bereich für die verschiedenen Wertstoffe zur Verfügung. Außerdem nimmt das Fachpersonal des Stadtbauhofs zu festen Öffnungszeiten in einem blau markierten Container Problemabfälle, Elektro-Altgeräte und neuerdings auch kleinere Mengen von Sperrmüll und Bauschutt entgegen.

“Der vor annähernd 15 Jahren in Betrieb genommene städtische Recyclinghof hat sich als Annahmestation für Wertstoffe und Problemabfälle der Bayreuther Haushalte sowi des Kleingewerbes bestens bewährt”, betont Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz den Servicecharakter des umweltfreundlichen Angebotes der Stadt. Täglich werden dort im Schnitt 150 Anlieferer gezählt. Rund 17 000 Tonnen an Wertstoffen konnten bisher auf die Reise zu einer sinnvollen Weiterverwertung geschickt werden. “Eine Bilanz, die die breite Akzeptanz der Einrichtung bei unseren Bürgerinnen und Bürgern eindrucksvoll bestätigt”, freut sich das Stadtoberhaupt.

Das jetzt realisierte Ausbauprogramm für den Recyclinghof hatte konkrete Gründe. Zum einen war das Anfang der 90er Jahre aufgestellte Recyclingzelt zur Annahme von Problemmüll und zum Aussortieren der angelieferten Abfälle inzwischen verschlissen. dafür wurde ein neues Annahmegebäude errichtet.

Zum anderen wurde das Leistungsspektruim des Recyclinghofes deutlich erweitert. Damit trägt die Stadt auch geänderten gesetzlichen Vorgaben Rechnung. “Neue Vorschriften zur Unfallverhütung bei der Annahme von Gefahrstoffen machten die Beschaffung eines Containers mit besonderer Ausstattung erforderlich. Außerdem verpflichtet der Gesetzgeber die städtische Abfallwirtschaft ab März kommenden Jahres dazu, Elektro- und Elektronik-Altgeräte anzunehmen und diese sortiert nach verschiedenen Fraktionen für die Hersteller zum Abholen bereitzuhalten”, erläutert Hansjörg Stütz, Leiter des Stadtbauhofs.

Die Öffnungszeiten des Recyclinghofes bleiben unverändert. Die frei zugänglichen Container stehen den Anlieferern montags bis freitags von 7 bis 17.30 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr zur Verfügung. Giftige Stoffe sowie kleine Mengen an Sperrmüll und Bauschutt können montags bis freitags von 13 Uhr bis 17.30 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr beim Fachpersonal im neuen Gebäude abgegeben werden.

Die Palette der beim Recyclinghof getrennt erfassten Materialien einschließlich der gebrauchten Verkaufsverpackungen ist lang. Sie umfasst 20 verschiedene Abfallarten und reicht von A wie Aluminium bis Z wie Zeitungspapier. Ob Pappe, Kartonagen oder Kunststoffverpackungen, ob Dosen, Glas oder Metallschrott, ob Waschmaschinen, Geschirrspüler, Videorecorder oder ausrangierte Faxgeräte – beim Recyclinghof wird man jeden nur denkbaren Abfall los. Auch Betonreste, Ziegel, Putz, Fliesen oder Porzellan können dort jetzt in begrenzten Mengen abgebeben werden, was eine zusätzliche Fahrt zur Müllumladestation an der Weiherstraße oder zur Bauschuttdeponie erspart.

Die erfolgte Zertifizierung des Recyclingshofes zum Entsorgungsfachbetrieb habe sichergestellt, so Oberbürgermeister Dr. Mronz, dass dieser kommunale Fachbetrieb nach den neuesten sicherheitstechnischen und umweltrechtlichen Vorschriften betrieben wird. geschulte Fachkräfte stehen den Anlieferern mit Rat und Tat zur Seite. Zum Service gehört auch die Annahme gelber Säcke und der kostenpflichtigen grünen Abfallsäcke für Restmüll. Und im Verwaltungsgebäude des Stadtbauhofs geben der Anfallberater und das Fachpersonal für Abfallwirtschaft gerne weitere Tipps zu Fragen rund ums Thema Müllentsorgung und -vermeidung.