Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

12.09.2006

OB Dr. Hohl fordert vitale Fußgängerzone

Blick in die FußgängerzoneSoll Bayreuths Fußgängerzone nach dem Abzug der Zentralen Omnibushaltestelle weg vom Markt für verkehrsberuhigte Parkzonen geöffnet werden? Unter dem Motto „Kundenfreundliches Parken in der Bayreuther Innenstadt“ hat sich eine Initiative des Bayreuthers Wolfgang Walther – selbst Eigentümer mehrerer Häuser in der Innenstadt – an die Öffentlichkeit gewandt. In großformatigen Anzeigen wird um unterstützende Unterschriften für diese Idee geworben. In einer ersten Reaktion bezieht jetzt auch das Rathaus Position zu dem Vorstoß Walthers. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl lässt dabei keinen Zweifel daran, dass sein Herz für eine vitale und attraktive Fußgängerzone mit hoher Aufenthaltsqualität schlägt.

Innenstadtkonzept kommt im Oktober in den Stadtrat

Wie der Oberbürgermeister mitteilt, werden sich voraussichtlich schon Ende Oktober die städtischen Gremien erneut mit der Frage befassen, wie das künftige Gesicht von Bayreuths Innenstadt nach dem Umzug der Zentralen Omnibus-Haltestelle ans Hohenzollerneck aussehen soll. Der Preisträger des  städtischen Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung des Marktes, das Münchner Büro Hirner und Riehl, werde dann sein vertieftes und um die inzwischen verworfene Idee eines „Hauses im Markt“ abgespecktes Konzept dem Stadtrat vorstellen.

Plädoyer für atraktive Fußgängerzone

Der Oberbürgermeister spricht sich vor diesem Hintergrund mit Nachdruck für eine lebendige Fußgängerzone mit attraktiver Aufenthaltsqualität aus. Der Abzug der Zentralen Omnibus-Haltestelle vom Markt biete die einmalige Gelegenheit, Bayreuths „gute Stube“ nachhaltig aufzuwerten und zu einem vitalen Treffpunkt für alle Generationen zu machen. Wer hingegen – kaum, dass die störenden Stadtbusse verschwunden sind – neuen Individualverkehr in der Fußgängerzone ermögliche, verwässere ein solches Konzept. Und: Nur eine attraktive Innenstadt mit hoher Aufenthaltsqualität sowie begleitenden Veranstaltungsangeboten sei geeignet, den Einzelhandel für höherwertige Investitionen zu gewinnen, argumentiert der Oberbürgermeister.

Mit Blick auf die Initiative Wolfgang Walthers macht die Stadt in ihrer Stellungnahme zudem darauf aufmerksam, dass für die Realisierung der Bayreuther Fußgängerzone in ihrer jetzigen Ausprägung hohe staatliche Städtebaufördermittel gewährt wurden – so beispielsweise für die Beseitigung von Stellplätzen im Ehrenhof vor dem Alten Schloss im Zuge des Neubaus des Parkhauses Oberfrankenhalle. Bei einem Abrücken von dieser Konzeption stehe zwangsläufig die Frage von staatlichen Rückforderungen im Raum.

Konzertierte Aktion in Sachen Innenstadt

Um das ehrgeizige Ziel eines nachhaltigen Aufschwungs für die Innenstadt möglichst zügig zu erreichen, wird der Oberbürgermeister schon in wenigen Wochen den Startschuss für eine konzertierte Aktion in Sachen Markt geben. „Alle relevanten Akteure – Einzelhandel, Gastronomie, Hauseigentümer und Stadtverwaltung – sollen an einen Tisch gebracht und motiviert werden, gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, betont Dr. Hohl. Vor diesem Hintergrund werde dann auch die von ihm ebenfalls zur Diskussion gestellte Personalie eines Citymanagers für die Innenstadt auf die Tagesordnung kommen.