Stadt Bayreuth

09.01.2012

Oberfränkische Industrie mit dynamischer Entwicklung

IHK-Pressemitteilung

In den ersten 10 Monaten des Jahres 2011 verzeichnete die oberfränkische Industrie einen Beschäftigtenzuwachs von 3 Prozent bei einem Umsatzplus von 10,1 Prozent, so aktuelle Berechnungen der IHK für Oberfranken Bayreuth. Besonders groß war dabei der Beschäftigtenzuwachs im Landkreis Forchheim mit 6,1 Prozent, gefolgt von den Landkreisen Hof und Lichtenfels mit 5,9 bzw. 5,3 Prozent. Einen deutlichen Umsatzzuwachs verbuchte die Industrie dabei in Bayreuth sowie in den Landkreisen Lichtenfels und Wunsiedel mit jeweils über 15 Prozent Zuwachs gegenüber 2010, so die IHK.

Insbesondere Hersteller von Lederwaren (+13,1 Prozent), von Papier- und Pappe-Erzeugnissen (+9 Prozent) sowie Metall-Erzeugnissen (+7,5 Prozent) stellten neue Mitarbeiter ein. Besonders positiv entwickelte sich der Umsatz vor allem bei der chemischen Industrie mit einem Umsatzzuwachs von 18,1 Prozent, den Herstellern von Metall-Erzeugnissen (+17,7 Prozent) und den Herstellern von Möbeln (+17 Prozent). Lediglich die Hersteller von elektronischen und optischen Erzeugnissen verzeichneten in den ersten 10 Monaten des Jahres 2011 einen Umsatzrückgang.  

Der Umsatzzuwachs war mit einem Plus von 14 Prozent gegenüber 2010 im ersten Quartal am höchsten und hat sich seitdem stabil bei 8,2 Prozent bewegt. Dagegen verzeichnet die oberfränkische Industrie mit 3,4 Prozent den größten Beschäftigtenzuwachs im Jahr 2011 im dritten Quartal. Im Oktober 2011 lag der Beschäftigtenzuwachs gegenüber dem Vorjahr sogar bei 4,2 Prozent. 

Während sich der Umsatzzuwachs bei den Textilherstellern, der Kunststoffindustrie sowie den Herstellern von Glas und Keramik im Jahresverlauf abschwächte, verzeichnen der Maschinenbau, die Möbelhersteller sowie die Nahrungsmittel- und die Getränkehersteller zuletzt einen verstärkten Umsatzzuwachs. 

Export nach Sommerloch wieder im Aufwind 

Schwächte sich der Export der oberfränkischen Industrie zwischen Februar und August deutlich ab und verzeichnete im August nur noch ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, liegt der Exportzuwachs aktuell wieder gut 10 Prozent höher als im Vorjahr. Der Inlandsabsatz entwickelt sich seit April 2010 sehr stabil und verzeichnet seitdem einen konstanten Zuwachs von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Inzwischen hängt jeder zweite Industriearbeitsplatz in Oberfranken am Export, so IHK-Hauptgeschäftsführer Georg Schnelle. Die Exportquote liegt inzwischen bei 46 Prozent, nach 38 Prozent vor zwei Jahren. Für einzelne Branchen ist das Ausland als Absatzmarkt längst wichtiger als der Binnenmarkt. So liegt die Exportquote bei Herstellern von elektronischen und optischen Erzeugnissen inzwischen bei 76 Prozent, im Maschinenbau und in der chemischen Industrie bei jeweils 60 Prozent. 

Schnelle: „Oberfränkische Industrie gut aufgestellt“ 

„Auch wenn der Umsatz zuletzt nicht mehr zweistellig wie im ersten Quartal wächst, von einer Rezession spürt die oberfränkische Wirtschaft noch nichts“, so Schnelle. „Die meist familiengeführten oberfränkischen Unternehmen sind gestärkt aus der letzten Krise herausgekommen und gut aufgestellt.“ Dass Oberfranken nach der Oberpfalz die beste Beschäftigtenentwicklung 2011 verzeichne, komme nicht von ungefähr, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. „Die positive Konjunkturentwicklung führt aber auch dazu, dass es für die Unternehmen schwieriger wird, geeignetes Fachpersonal zu finden“  

„Die bisher vorliegenden Daten deuten darauf hin, dass die oberfränkische Industrie auch im Jahr 2012 eine positive Entwicklung verzeichnen wird, wenngleich auf niedrigerem Niveau“, ergänzt Peter Belina, Konjunkturreferent der IHK. „Kopfschmerzen bereitet den Unternehmen die Kostenentwicklung, vor allem bei Rohstoffen und Energie.“

<p class=”MsoNormal”>(Quelle: IHK für Oberfranken Bayreuth)