Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

05.06.2008

Oberfränkische Solidarität gefordert

Bei einem Regionalliga-Aufstieg des FC Bamberg könnten einige Heimspiele in Bayreuth stattfinden

Sollte der 1. FC Eintracht Bamberg als Nachrücker in der kommenden Saison in der Fußball-Regionalliga spielen, so könnten die Fußballer aus der oberfränkischen Nachbarstadt unter Umständen ihre ersten Heimspiele im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion austragen. Wie Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl mitteilt, sind sowohl führende Vertreter des Bayerischen Fußball-verbandes als auch der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke und der Vorstand des 1. FC Eintracht Bamberg mit einer dementsprechenden Bitte an die Stadt herangetreten.

Wie bereits berichtet, könnte der Bamberger Fußball-Club als Tabellen-Fünfter der angelaufenen Bayernliga-Saison von der Insolvenz des Regionalligisten Sportfreunde Siegen profitieren und nachträglich doch noch den sportlich verpassten Aufstieg in die Regionalliga quasi „am grünen Tisch“ schaffen. Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist aber ein für die Regionalliga taugliches Stadion. Weder das Stadion in Bamberg noch die Arena in Weismain, die der 1. FC Eintracht Bamberg als eigentliche Spielstätte in der Regionalliga nutzen möchte, entsprechen derzeit den Vorgaben des Deutschen Fußball Bundes (DFB).

Zwar soll das Stadion in Weismain rechtzeitig zum Start der neuen Spielsaison Mitte August regionalligatauglich sein. Darauf allein will sich beim DFB offenbar aber nicht verlassen. Daher wurde den Bamberger Vereinsverantwortlichen empfohlen, Kontakt mit der Stadt Bayreuth aufzunehmen, um eine Option auf das eine oder andere Heimspiel im Hans-Walter-Wild-Stadion zu verhandeln.

Wie OB Dr. Hohl mitteilt, haben sich nicht nur sein Bamberger Amtskollege Starke und der Vorstand des FC Bamberg mit diesem Ansinnen an die Stadt gewandt. Auch seitens des Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbandes, Dr. Rainer Koch, der zugleich auch Vorsitzender des DFB-Beschwerdeausschusses für die Zulassung zur Regionalliga ist, sei dringend empfohlen worden, eine solche Option einzuräumen – auch um die Präsenz des oberfränkischen Fußballs in der Regionaliga zu stärken.

„Geht  beim Umbau des Stadions in Weismain alles nach Plan, so wird die Option gar nicht zum Tragen kommen. Sollte es zu Verzögerungen kommen, handelt es sich bestenfalls um einige wenige Spiele,die die Bamberger in Bayreuth austragen müssten“, betont Dr. Hohl. Der Konkurrenzsituation mit der Spielvereinigung Bayreuth, die ja bekanntlich in der kommenden Saison ebenfalls in der Regionalliga spielen wird, sei man sich durchaus bewusst. Die Angelegenheit sei daher auch in der Sportkommission des Stadtrats einvernehmlich besprochen worden. „Hier ist ein Stück oberfränkische Solidarität gefordert, die wir nicht immer nur verlangen, sondern – wenn es darauf ankommen – auch einmal praktisch leben sollten“, so der Oberbürgermeister.