Stadt Bayreuth

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24.10.2014

Oberfrankenhalle soll erneut kochen

medi bayreuth empfängt am Sonntag die Fraport Skyliners

Jetzt heißt es nachlegen! Nur vier Tage nach dem packenden 64:56-Heimsieg über die Eisbären Bremerhaven will medi bayreuth die Oberfrankenhalle erneut zum Kochen bringen. „So wie gegen Bremerhaven“, sagt Michael Koch, „dann klappt es auch gegen Frankfurt.“ Nicht nur der Bayreuther Head Coach hat Lunte gerochen, auch das Team ist heiß auf den nächsten Bundesliga-Gegner, ist heiß auf die FRAPORT SKYLINERS (Jump 17 Uhr). Gelänge der dritte Sieg, die Bilanz von medi bayreuth wäre ausgeglichen, der Aufwärtstrend klar bestätigt.

Am Sonntag, 26. Oktober, trifft die Mannschaft von medi Bayreuth in der Basketball-Bundesliga auf das Team der Skyliners Fraport aus Frankfurt. Jump in der Oberfrankenhalle ist um 17 Uhr. 

Allerdings: Die Frankfurter sind trotz ihres durchwachsenen Starts mit einem Sieg aus fünf Spielen und dem aktuell 16. Tabellenplatz alles andere als Laufkundschaft. Mit den Hessen stellt sich ein gefährlicher, vor der Saison hoch gehandelter Gegner vor.

Der direkte Vergleich

Gegen die SKYLINERS spielen Bayreuther Mannschaften gerne. In bislang acht ausgetragenen Bundesliga-Spielen gab es fünf Bayreuther und nur drei Frankfurter Erfolge. In der letzten Saison holte medi bayreuth gegen den Deutschen Meister von 2004 zwei Siege: Zuhause siegten die Bayreuther 74:67, ehe sie sich fünf Spieltage vor Saisonende im Kampf um den Klassenerhalt beim 72:64 in Frankfurt zwei ganz wichtige Punkte sicherten.

SKYLINERS noch in der Findungs-Phase

In der Saisonvorbereitung schien es, als seien die Mannen von Trainer Gordon Herbert vom ersten Tag an unschlagbar. Acht Testspiele wurden absolviert, acht Mal verließen die Frankfurter als Sieger das Parkett. In die Saison jedoch starteten die Hessen mit drei Niederlagen: 104:105 hieß es nach Verlängerung gegen Hagen, 70:77 gegen Ulm und 73:80 in München. Gegen die Telekom Baskets Bonn holten sie dann vor eigenem Anhang beim 84:71 die ersten Punkte, ehe sie am vergangenen Wochenende in Bremerhaven mit 62:71 den Kürzeren zogen.

Außer Dauerbrenner Quantez Robertson (Shooting Guard, USA, 29, 188 cm), der seit 2009 in Frankfurt spielt, haben alle letztjährigen Kontingentspieler den Club verlassen, der langjährige Kapitän Marius Nolte hat die Basketballschuhe an den Nagel gehängt. Halten konnten die Frankfurter jedoch ganz wichtige deutsche Spieler. So gehören Konstantin Klein (Point Guard, 23, 187 cm), Johannes Voigtmann (Center, 22, 208 cm), Danilo Barthel (Power Forward, 23, 207 cm) und Max Merz (Point Guard, 20, 183 cm) auch in dieser Saison wieder zu den Stützen im Team.

Mit diesem Korsett beschränkten sich die Hessen bei der Suche nach Verstärkung lediglich auf die Besetzung der Ausländerpositionen. Vom Absteiger RASTA Vechta kam Richard Williams (Point Guard, USA, 27, 178 cm) und aus Braunschweig Aaron Doornekamp (Small Forward, USA, 28, 201 cm). Direkt vom College holten die SKYLINERS Sean Armand (USA, Point Guard, 23, 193 cm, Iona University/NCAA), dazu wechselten aus der Türkei Mikko Koivisto (Shooting Guard, Finnland, 27, 195 cm, Royal Hali Gaziantep) und aus Finnland Mike Morrison (Center, USA, 24, 206 cm, Kataja Basket) an den Main.

Nach fünf Spielen ist Sean Armand mit 14,4 Punkten bester Werfer der Mannschaft, gefolgt von Konstantin Klein, der es wie Mike Morrison auf 10,2 Zähler pro Spiel bringt. Danilo Barthel folgt mit genau zehn Punkten pro Einsatz. Dicht dahinter findet man Quantez Robertson (9,0 PpS., 4,5 RpS.), Mikko Koivisto (8,2 PpS.) und Johannes Voigtmann (7,8 PpS.).

Richard Williams, der wie Konstantin Klein bislang auf 3,6 Assists pro Spiel kommt, sammelte im Schnitt sechs Punkte, Aaron Doornekamp 4,6. Noch ohne Punkte sind bislang Johannes Richter (Center, 20, 205 cm) und Max Merz geblieben.

Verteidigung als Schüssel zum Sieg

Während bei den SKYLINERS hinter dem Einsatz der angeschlagenen Sean Armand und Danilo Barthel ein Fragezeichen steht, kann Michael Koch aus dem Vollen schöpfen. “Frankfurt ist eine sehr verteidigungsstarke Mannschaft, sie sind hier sehr clever, doppeln den ballführenden Spieler häufig”, weiß der Head Coach von medi bayreuth. Eine Lösung dagegen hat er schon parat: “Wir müssen den Ball bewegen! Andererseits müssen wir aber genauso gut verteidigen. Wenn wir wie gegen Bremerhaven nur 56 Punkte zulassen, dann können wir jedes Spiel gewinnen. Genau so eine Leistung müssen wir auch gegen Frankfurt zeigen.”

Dass die Bayreuther Defensive bislang gut arbeitet, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Nach Spitzenreiter ALBA BERLIN (339 Gegenpunkte) liegt medi auf dem zweiten Rang, hat bislang nur 356 Zähler der Gegner zugelassen.

Die Partie in der Oberfrankenhalle beginnt am Sonntag, 26. Oktober, um 17 Uhr. Karten für das Spiel gibt es online unter tickets.medi-bayreuth.de, beim Nordbayerischen Kurier (Maxstraße 58-60) sowie an der Theaterkasse (Opernstraße 22).

(Quelle: medi Bayreuth)