Stadt Bayreuth

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14.01.2010

Pappeln am Schwarzen Steg müssen gefällt werden

Gefährdung der Passanten durch herabstürzende Äste – Fällarbeiten beginnen am 18. Januar

Sieben Pappeln entlang der Tiefgarage Oberfrankenhalle werden ab 18. Januar gefälltIm Auftrag des Stadtgartenamtes werden ab Montag, 18. Januar, am Schwarzen Steg zwischen dem Parkhaus Oberfrankenhalle und der Bahnlinie sieben Pappeln gefällt. Die Stadt bittet um Verständnis für die Maßnahme, die aus Gründen der Verkehrssicherheit unumgänglich ist.

In den vergangenen Jahren gab es im Stadtgebiet verstärkt Abbrüche von Ästen an den in den Nachkriegsjahren gepflanzten Hybridpappeln. Diese Bäume haben nach einer Standzeit von über 60 Jahren ihr natürliches Lebensalter erreicht und neigen nun dazu, auch noch völlig intakte grüne Äste ohne erkennbaren, äußeren Grund abzuwerfen. Dieses Phänomen ist Fachleuten seit längerem bekannt.

Seit mehreren Jahren überprüft das Stadtgartenamt intensiv den Bestand der fast 400 Hybridpappeln in der Stadt und musste dabei feststellen, dass einige der Bäume nicht mehr den Anforderungen an die Verkehrssicherheit entsprechen. Dabei geht es nicht darum, die Bäume vorsorglich zu fällen, sondern vielmehr durch gezielte Kontroll- und Pflegemaßnahmen diejenigen Pappeln heraus zu filtern, die eine Gefahr für Passanten darstellen. Erst wenn auch baumpflegerische Maßnahmen keinen Erfolg mehr versprechen, wird im Einvernehmen mit dem Umweltamt der Stadt eine Fällung angestrebt.

Es sei wichtig die Artenvielfalt gerade in dicht besiedelten Bereichen zu erhalten und die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren, so das Stadtgartenamt. Eine akute Gefährdung der Anwohner oder Verkehrsteilnehmer könne jedoch nicht in Kauf genommen werden. Gerade alte Pappeln an exponierten und stark frequentierten Standorten stellen hierbei ein Problem dar. Nachdem bereits mehrere starke Äste in den Bereich des Fußweges gestürzt sind, ist der Erhalt der Pappelreihe am Schwarzen Steg nicht mehr zu verantworten. Eine vor sechs Jahren vorgenommene Sanierung des Bestandes brachte nicht den gewünschten Erfolg, so dass jetzt eine Fällung unumgänglich geworden ist.

Ersatzpflanzungen geplant

Die aus insgesamt 17 Bäumen bestehende Reihe soll in den nächsten drei bis vier Jahren Zug um Zug gegen langlebigere Eschen ausgetauscht werden. Pappeln will das Stadtgartenamt künftig nicht mehr in den unmittelbaren Straßenbereich pflanzen. „An naturnahen Standorten sind sie jedoch herzlich willkommen“, so die Stadtgärtner weiter.