Stadt Bayreuth

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04.06.2009

Parkplatz-Rochade: Stadt sieht viele Vorteile

Stellungnahme aus dem Rathaus zur Kritik von Einzelhändlern am Parkplatztausch rund ums Rathaus

Mit Blick auf die Forderung von Bayreuther Einzelhandelgeschäften, die Tiefgarage Rathaus an Werktagen wieder ganztägig für die Öffentlichkeit freizugeben, verweist die Stadt Bayreuth auf die Vorteile der neuen Regelung – nämlich eine bessere Erreichbarkeit der Innenstadt und eine große Flexibilität beim Parken.

Der Rathaus-Parkplatz steht seit kurzem auch werktags uneingeschränkt der Öffentlichkeit zum Parken zur Verfügung.

Wie bereits berichtet, wurden Anfang April im Zuge einer Parkplatz-Rochade rund 90 Parkplätze für Dienstfahrzeuge und Mitarbeiter der Stadtverwaltung in die Rathaus-Tiefgarage verlegt. Im Gegenzug steht der oberirdische Parkplatz am Rathaus nun auch werktags uneingeschränkt für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Parken in der Tiefgarage ist werktags ab 17 Uhr bis morgens 6 Uhr sowie am Samstagen und Sonntagen weiterhin uneingeschränkt möglich.

Mit der neuen Regelung setzt die Stadt einen Beschluss des Bauausschusses um, der auf eine Initiative von Stadtrat Kettel zurückgeht. Die Stadt verspricht sich hiervon vor allem einen Impuls für die Einzelhandelsgeschäfte der Innenstadt. Denn durch den Parkplatztausch stehen nun rund ums Rathaus 155 zentrumsnahe oberirdische sowie vier Behinderten-Parkplätze und einige Motorrad-Stellplätze zur Verfügung. “Durch den Tausch ist kein einziger Parkplatz für Kunden der Innenstadt verloren gegangen, ihre Erreichbarkeit ist aber verbessert worden”, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl.

Mehr Frequenz für die Innenstadt

Der Oberbürgermeister unterstreicht, dass die Stadt mit der neuen Reglung vor allem für mehr Frequenz für die Einzelhandelsgeschäfte der Fußgängerzone und der angrenzenden Passagen zur Kanalstraße sorgen will. “Oberirdisches Parken wird von vielen Besuchern der Innenstadt als angenehmer empfunden und daher in der Regel besser angenommen als das beengte Parken in Tiefgaragen”, so Dr. Hohl. Die neue Lösung bedeute kurze Wege und ein großes, zentrumsnahes Parkplatzangebot, das gut erreichbar sei.

Auch in Sachen Flexibilität sieht die Stadt die Vorteile auf Seiten der neuen Regelung. Auf dem Rathaus-Parkplatz kann angefangen von sechs Minuten bis zu maximal acht Stunden geparkt werden. “Flexibler geht’s nimmer”, so Dr. Hohl. Der Oberbürgermeister verweist in diesem Zusammenhang auch auf das Thema Handy-Parken, das derzeit in der Stadtverwaltung geprüft werde und gegebenenfalls schon bald für noch mehr Service für die Parkkunden sorgen könnte.

Die Stadt tritt auch der immer wieder geäußerten Vermutung entgegen, die Tiefgarage Rathaus werde jetzt nur noch von Mitarbeitern der Stadtverwaltung genutzt. Tatsächlich stehen lediglich 98 der insgesamt 198 Stellplätze der Tiefgarage fürs Rathauspersonal, für Lehrkräfte der Graserschule und Dienstfahrzeuge zur Verfügung – bei immerhin rund 400 Mitarbeitern im Neuen Rathaus. Der Rest ist an Dauerparker, darunter auch Mitarbeiter der benachbarten Firmen, vermietet.

OB Dr. Hohl appelliert an Einzelhandelgeschäfte

OB Dr. Hohl appelliert daher an die Einzelhandelsgeschäfte, die neue Lösung kooperativ zu begleiten und fürs Parken rund ums Rathaus bei ihren Kunden zu werben. “Die Bayreuther sollten der Initiative Zeit geben, sich einzuspielen.” Und auch an der Beschilderung im Einfahrtsbereich der Tiefgarage Rathaus wird gearbeitet. Sie soll schon in wenigen Tagen in Regie der Bayreuther Verkehrs- und Bäder GmbH (BVB) durch großflächige Infobanner, die mehr Aufmerksamkeit erregen, ersetzt werden.