Stadt Bayreuth

02.11.2016

Perspektiven bieten: Orientierung für Flüchtlinge in technischen Berufen

Die Ausbildungswerkstatt der Technischen Berufsbildung Bayreuth GmbH (TBB) bietet Verbundsausbildungen für knapp 60 Unternehmen in Oberfranken an. Seit 2016 sind auch geflüchtete Jugendliche bei der TBB und bereiten sich auf die Ausbildung in einem technischen Beruf vor.

Ausbildung und Arbeit sind zentrale Bestandteile der Integration. Doch einem Berufsstart stehen trotz hoher Motivation oft noch unzureichende Sprachkenntnisse und Qualifikationen entgegen.

Mit einer schrittweisen Annäherung  zwischen verschiedenen Welten und dem Ziel eines Ausbildungsplatzes bietet die Kooperation der Stadt Bayreuth (VHS und Wirtschaftsförderung) mit der Technischen Berufsbildung Bayreuth GmbH und der Firma Schlaeger Kunststofftechnik GmbH geflüchteten Jugendliche einen gestuften Ausbildungszugang.

Schulungstag für junge Geflüchtete bei der Technischen Berufsbildung Bayreuth GmbH

Um zu sehen, wer an einer Ausbildung zum Verfahrensmechaniker interessiert und auch dafür geeignet ist, finden zunächst Einzelgespräche zwischen den Jugendlichen, dem Berufsschullehrer und den Betreuern der VHS statt. Rund 20 Kandidaten werden dann zur TBB eingeladen, wo sie einen Einstellungstest in deutscher Sprache absolvieren und sich in den Werkstätten informieren.

Wer diese ersten Schritte erfolgreich absolviert, erhält die Möglichkeit auf einwöchige Praktika bei der TBB. Wer auch dort motiviert mitarbeitet, bekommt eine Chance für mehrmonatige Praktika bei der Firma Schlaeger. Auch in weiteren Verbundfirmen der TBB sollen künftig über dieses Modell Praktika angeboten werden.

Das Netzwerk hinter diesem Projekt ist groß: Neben den Ausbildungsleitern sind die Berufsschulen, die Volkshochschule sowie Vertreter der Kammern, der Wirtschaftsförderung der Stadt und die Arbeitsagentur mit an Bord.