Stadt Bayreuth

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09.06.2008

Photovoltaik auf dem Schuldach

Auf dem Dach der Schule Herzoghöhe wurde eine 55 KW-Anlage installiert

OB Dr. Hohl (Vierter von rechts) sah sich die Photovoltaikanlage auf dem Dach anAuf dem Dach des Hauptgebäudes der Grundschule Herzoghöhe an der Preuschwitzer Straße wurde in den vergangenen Wochen im Zuge von Sanierungsarbeiten eine große Photovoltaikanlage installiert. Sie besteht aus 840 Modulen und kann bis zu 55 Kilowattstunden ins örtliche Netz einspeisen.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl stellte die Anlage jetzt bei einem Pressetermin der Öffentlichkeit vor. Das Stadtoberhaupt verwies darauf, dass mit dieser modernen Technologie der CO2-Ausstoß in der Stadt Bayreuth um 39 Tonnen reduziert werden kann. Dies entspricht dem Kohlendioxid-Ausstoß von 20 Mittelklassewagen.

Vertragspartner der Stadt ist das Kölner Unternehmen Ecostream, das die Anlage in den vergangenen Wochen errichtet hat und sie auch betreiben wird. Die Nutzungslaufzeit beträgt mindestens 25 Jahre. An den durch die Stromeinspeisung resultierenden Erlösen wird die Stadt prozentual beteiligt.

Das seit November 2007 sanierte, 810 Quadratmeter große Dach der Schule Herzoghöhe eignet sich aufgrund seines Neigungswinkels und seiner Firstrichtung besonders gut für ein solches Vorhaben. Es ersetzt das alte, aus dem Jahre 1959 stammende Schuldach und verfügt nun über Wärmedämmeigenschaften, die den modernsten Anforderungen entsprechen. Die alte Metalldeckung wurde entfernt, das Dach abgedichtet und mit Sandwichpaneelen neu eingedeckt. In die Sanierung hat die Stadt rund 120.000 Euro investiert.

Wie Oberbürgermeister Dr. Hohl unterstrich, wird das Projekt an der Schule Herzoghöhe kein Einzelfall bleiben. Weitere großflächige Dächer von Schulgebäuden sollen nach den Planungen des städtischen Hochbauamtes mit vergleichbaren Photovoltaikanlagen bestückt werden – so noch in diesem Jahr am Graf-Münster-Gymnasium, dessen Ostbau Platz für eine Anlage mit einer Leistungsfähigkeit von bis zu 500 Kilowattstunden bietet. Aber auch die Grundschule Meyernberg, das Gymnasium Christian-Ernestinum und die Alexander-von-Humboldt-Realschule sind als Standorte für Photovoltaik-Module geplant. Auch die Bayreuther Verkehrs- und Bäder GmbH (BVB) prüft derzeit die Installation einer solchen Anlage auf dem Dach der Lohengrin Therme.

OB Dr. Hohl sieht in dem Paket einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu mehr umweltfreundlicher Energieerzeugung. “Gerade auf lokaler Ebene brauchen wir effektive Maßnahmen zur Verminderung der Emissionen klimaschädlicher Gase.” Die forcierte Verbreitung regenerativer Energien sei daher auch ein wesentliches Ziel der gemeinsam mit dem Landkreis ins Leben gerufenen “Klimaregio Bayreuth”. Die hat sich zum Ziel gesetzt, für mehr Klimaschutz einzutreten, die Energieeffizienz in Haushalten und Betrieben zu steigern, den Energieverbrauch in Gebäuden zu senken und die Verbreitung von regenerativen Energien zu unterstützen.