Stadt Bayreuth

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15.08.2011

Pianoduo Kutrowatz spielt Liszt in der Stadthalle

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt im Franz-Liszt-Jubiläumsjahr

Die Kutrowatz-Brüder spielen am 16. und 17. August in der Stadthalle.In der Festspielzeit bietet die Stadt Bayreuth neben Wagner noch weitere musikalische Höhepunkte: Im Franz-Liszt-Jubiläumsjahr ist das virtuose Pianisten-Duo Eduard und Johannes Kutrowatz zu Gast, begleitet von Gerhard Krammers Live-Elektronik.

Als Pianisten, Kammermusikpartner, Liedbegleiter und Dirigenten bereisen Eduard und Johannes Kutrowatz die ganze Welt. Sie arbeiten mit großen Orchestern und Chören zusammen, gründeten das Festival „klangfruehling“ auf der Burg Schlaining/Burgenland und leiten seit 2009 das internationale Liszt Festival Raiding. Im Rahmen des Franz-Liszt-Jubiläums beehren die vielseitigen Musiker aus dem österreichischen Burgenland das Bayreuther Publikum gleich zweimal. Am Dienstag, 16. August, und Mittwoch, 17. August, sind sie in der Stadthalle zu erleben – in Begleitung von Gerhard Krammer. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler, bekannt unter anderem durch seine neu komponierten Zwischenmusiken und Rezitative für die Aufführung der Liszt-Oper „Don Sanche“ im Juli dieses Jahres, unterstützt sie dabei musikalisch mit eigener Live-Elektronik.

Die aus dieser Zusammenarbeit entstandene neue Komposition für 2 Klaviere und Live-Elektronik ist am 16. August zu hören. Neben Werken von Franz Liszt spielen die Kutrowatz-Brüder Krammers “rosé”, das dem Andenken von Alma Rosé gewidmet ist. Die historische Aufnahme von Alma Rosé, die als jüdische Gefangene im Konzentrationslager Auschwitz das so genannte „Frauenorchester von Auschwitz“ leitete, diente Krammer als akustisches Ausgangsmaterial für die Komposition. Kurze Passagen wurden herausgenommen, mit dem Computer bearbeitet, verfremdet und in die neue Komposition eingefügt.

Am 17. August geben Eduard und Johannes Kutrowatz einen zweiten Konzertabend in der Stadthalle. Bei dem Klavierabend für zwei Klaviere interpretieren sie zunächst Werke von Liszt und Krammer. Anschließend geht es musikalisch von Europa über den großen Teich zu George Gershwin. Seine „Rhapsody in Blue“ machte ihn über Nacht bekannt, und noch heute ist das viertelstündige Werk eines seiner beliebtesten und am häufigsten gespielten. Mit diesem Stück, am Klavier interpretiert, katapultieren Eduard und Johannes Kutrowatz den Hörer lustvoll hinein ins pulsierende, bunte Amerika der 1920er Jahre.

Eduard und Johannes Kutrowatz

Eduard und Johannes Kutrowatz studierten Klavier am Joseph-Haydn-Konservatorium in Eisenstadt bei Uwe Wolff und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, Johannes außerdem Klarinette und Dirigieren, Eduard Schlaginstrumente. Es folgten Meisterkurse bei Karl Ulrich Schnabel, Sohn Arthur Schnabels und Spezialist für Klavierduo, und Franz Rupp, Klavierpartner des Geigers Fritz Kreisler, und zahlreiche internationale Auszeichnungen. Neben Europa bereisen sie als Pianisten, Kammermusikpartner, Liedbegleiter und Dirigenten die USA, Asien, Kanada, Afrika und Australien und arbeiten mit großen Orchestern und Chören zusammen.

Die Brüder gründeten das Festival „klangfruehling“ auf der Burg Schlaining/Burgenland. Seit 2007 ist Johannes Kutrowatz künstlerischer Leiter des Yamanakako-Klangsommers in Japan, seit 2009 leiten beide das internationale Liszt Festival Raiding. Die Kutrowatz-Brüder unterrichten an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Es liegen Radio- und Fernsehaufnahmen sowie CDs mit Werken von Schubert, Brahms, Strauss, Liszt, Gershwin, Bernstein und anderen vor.

Gerhard Krammer

Gerhard Krammer, geboren 1965 und aufgewachsen im Burgenland, studierte Orgel und Kirchenmusik an der Expositur Oberschützen bzw. Musikpädagogik und Germanistik in Graz. Der Studiomusiker und Arrangeur ist Lehrbeauftragter am Musikgymnasium Oberschützen der Kunstuniversität Graz, Mitarbeiter im Österreichischen Rundfunk und wirkt bei synästhetischen Projekten mit, unter anderem mit Musik von Messiaen, Cage, Stockhausen, Kurtág, Boulez und Liszt.

Seit Beginn an ist er künstlerischer Leiter des Kinderkulturfestivals „Burg Forchtenstein Fantastisch“, war Präsident der Vereines KIBu (Komponisten und Interpreten im Burgenland) und ist seit 2001 Kurator Musik des internationalen Workshops „eu-art-network“. Der mit zahlreichen Auszeichnungen geehrte Künstler erhielt Kompositionsaufträge vom ORF und v. a. 2011 gab Gerhard Krammer die erste vollständige Notenedition der Oper „Don Sanche“ von Franz Liszt heraus. Zusätzlich komponierte er neue Zwischenmusiken und Rezitative für die Aufführung des Stückes in der Stadthalle Bayreuth am 7. und 8. Juli dieses Jahres.

Zwei Klaviere und Live-Elektronik
Dienstag, 16. August 2011, 19.30 Uhr
Stadthalle Bayreuth, Balkonsaal

Klavierabend für zwei Klaviere
Mittwoch, 17. August 2011, 19.30 Uhr
Stadthalle Bayreuth, Balkonsaal

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