Stadt Bayreuth

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01.04.2016

Planunterlagen liegen aus

Entwurf des Bebauungsplans „Sophienstraße“ kann ab 4. April im Rathaus eingesehen werden

Beim Planungsamt der Stadt Bayreuth liegt ab Montag, 4. April, der Entwurf des Bebauungsplans “Sophienstraße“ öffentlich aus. Die Planunterlagen können bis zum 4. Mai im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, Zimmer 908, während der allgemeinen Dienststunden (Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Mittwoch von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr) eingesehen werden.

In der Erdgeschosszone der Sophienstraße sind als Bestandteil der typischen Nutzungsstruktur innerhalb der Fußgängerzone Läden des Einzelhandels, Dienstleistungsbüros und Gaststätten im kleineren Maßstab angesiedelt. Aus städtebaulichen Gründen ist die Fußgängerzone der Sophienstraße im Erdgeschossbereich nicht für eine Wohnnutzung geeignet. Eine allgemeine Zulassung von Wohnen in der Ladenzone würde das gewerbliche Umfeld stark beeinträchtigen und den Charakter der Geschäftsstraße schwächen. Weiterhin muss bei einer solchen Entwicklung mit einer Abwertung des Bodenwerts gerechnet werden.

Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans sollen die gewerblichen Nutzungen im Erdgeschoss planungsrechtlich gesichert beziehungsweise eine Wohnnutzung ausnahmsweise zugelassen werden. Wohnen in den oberen Etagen soll im vorhandenen Mischgebiet weiterhin allgemein zulässig bleiben. Im vorliegenden Kerngebiet im Norden des Geltungsbereichs ab Höhe Spitalgasse können Wohnungen in den Obergeschossen ebenfalls ausnahmsweise zugelassen werden.

Ein weiteres Planerfordernis ist der Ausschluss von Vergnügungsstätten. Die Sophienstraße grenzt an die Vergnügungsstätten-Agglomeration in der südwestlichen Maximilianstraße („Untere Maxstraße“) an, wo bereits ein sogenannter Trading-Down-Prozess – also Leerstände, Verfall von Gebäuden, Investitionsstau, milieubedingte Unruhe sowie städtebauliche und gestalterische Defizite – eingetreten ist. Mit der Steuerung von Vergnügungsstätten im Hauptgeschäftsbereich der Maximilianstraße und dem Ausschluss von Vergnügungsstätten in der klassischen Nebengeschäftslage der Sophienstraße soll ein Übergreifen dieser Entwicklung verhindert werden.

Während der Auslegungsfrist besteht die Gelegenheit, sich zur Planung zu äußern und sie zu erörtern. Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes stehen montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und mittwochs zusätzlich von 14 bis 18 Uhr für Auskünfte zur Verfügung. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben.

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