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24.09.2008

Politischer Rückenwind fürs Klinikum Bayreuth

Landrat und Oberbürgermeister unterstützen Forderung nach besserer Finanzausstattung

Landrat Hermann Hübner und Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl unterstützen die Forderung der Klinikum Bayreuth GmbH, um die Versorgung der Patienten weiterhin auf hohem Niveau rund um die Uhr gewährleisten zu können.

OB Dr. Michael Hohl, Klinikum-Geschäftsführer Roland Ranftl und Landrat Hermann Hübner bei der Präsentation der Plakataktion von neun kommunalen Großkrankenhäusern

Die Klinikum Bayreuth GmbH hat gemeinsam mit neun deutschen kommunalen Großkrankenhäusern eine einmalige Plakataktion ins Leben gerufen, um auf die besonderen Probleme der Krankenhäuser in der Maximalversorgung aufmerksam zu machen. Diese übernehmen die schwierigsten Fälle und halten dafür ein breites, hochspezialisiertes medizinisches Spektrum rund um die Uhr zur Verfügung.

Roland Ranftl, Geschäftsführer der Klinikum Bayreuth GmbH, erklärte dazu: „Die Kosten für so genannte Extremkostenfälle, beispielsweise Patienten mit schwersten Verletzungen nach Unfällen oder zu früh geborene Babies, werden nicht komplett durch die Krankenkassen gedeckt. Ebenso wird das Vorhalten von qualifiziertem Personal und der Betrieb von medizintechnischen Geräten in der Nacht nicht vergütet.“

Der vorgelegte Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums, der mehr zwar mehr Geld zugesteht, ist aber noch nicht die Lösung für die finanziellen Probleme der Maximalversorger. Um Nachbesserungen einzufordern haben sich die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Klinikum Bayreuth GmbH dem Aktionsbündnis „Rettung der Krankenhäuser“ von Städtetag, Deutscher Krankenhausgesellschaft, Gewerkschaften und Berufsverbänden angeschlossen und nehmen an der Großdemonstration aller Krankenhäuser Deutschlands am 25. September in Berlin teil.

Landrat Hermann Hübner, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Bayreuth GmbH, und Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Zweckverbandsvorsitzender, unterstützen das Aktionsbündnis, da sie die zukünftige Finanzierung der Klinikum Bayreuth GmbH gefährdet sehen. „Wir brauchen eine nachhaltige Finanzierung für die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung. Die Klinikum Bayreuth GmbH stellt als einziges Krankenhaus der Maximalversorgung in Oberfranken eine wesentliche Säule in der Versorgung dar. Hier dürfen wir im Hinblick auf die Krankenhausfinanzierung keine Kompromisse eingehen.“ so Hübner und Dr. Hohl gemeinsam. Weiter: “Die Forderungen der Großkrankenhäuser orientieren sich an den gestiegenen Energie-, Personal- und Arzneikosten. Hier muss nachgebessert werden, damit die Klinikum Bayreuth GmbH auch weiterhin die hohe Anzahl an qualifiziertem Personal und die hohe technische Ausstattung jederzeit für Notfälle zur Verfügung stellen kann.“