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Bündnis für Familien nimmt Gestalt an

15.11.05

Bayreuths "Lokales Bündnis für Familien" gewinnt an Konturen: Im Sommer dieses Jahres wurde das Aktionsbündnis im Rathaus mit der Zielsetzung, konkrete Fortschritte für Familien zu erzielen, aus der Taufe gehoben. Im Europasaal des ZENTRUM kamen jetzt die Vertreter der damals gegründeten acht Arbeitskreise zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen, um erste Ergebnisse und eine Reihe konkreter, kurzfristig zu realisierender Projekte zu erörtern.

Ein absolutes Zukunftsthema

Das Thema Familie hat für die Stadt Bayreuth stete Priorität, so Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz, der die gemeinsame Sitzung der Arbeitskreise eröffnete. Er zeigte sich überzeugt, dass das Bayreuther Bündnis für Familien nicht nur für einen kräftigen Schub bei der Bewusstseinsbildung sorge, sondern auch konkrete Fortschritte für Familien bewirke. "Für die Stadt Bayreuth ist der Stellenwert der Familien ein absolutes Zukunftsthema", so Dr. Mronz. Die Stadt engagiere sich daher seit vielen Jahren mit aller Kraft auf diesem Felde und könne dabei auf viele Erfolge verweisen.

Acht Arbeitskreise des Bündnisses, besetzt mit Vertretern der sozialen, wirtschaftlichen und karitativen Verbände, der Wirtschaft, des Bildungswesens, der Stadtratsfraktionen und der Stadtverwaltung haben sich seit Gründung des Bündnisses mit den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst und erste Ergebnisse erarbeitet. Koordiniert werden die Aktivitäten vom Stadtjugendamt. Das Spektrum reicht von Fragen der Bildung, der Arbeitswelt, des Wohnens und des Verkehrs bis zu spezifischen Problemen für Alleinerziehende oder Familien mit Migrationshintergrund. Dabei steht stets die Frage im Vordergrund, wie den Interessen der Familien vor Ort anhand konkreter Maßnahmen noch mehr Nachdruck verschafft werden kann.

Konkrete Projekte

So plant der Arbeitskreis "Alleinerziehende Familien" beispielsweise einen Beratungsführer in gedruckter Form speziell für alleinerziehende Mütter und Väter, um den dort oftmals vorhandenen Informationsdefiziten entgegenzuwirken. Inhaltlich sollen neben rechtlichen und gesetzlichen Grundlagen auch Hilfestellungen geboten werden, etwa bei der Frage, welche Behörde welche Dienstleistungen verfügbar hat. Ein ähnlich strukturiertes Informationsangebot plant auch der Arbeitskreis für Familien mit Migrationshintergrund für seine Klientel.

Der Arbeitskreis "Wirtschaft, Schule und Ausbildung" hat sich eine Verbesserung der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsituation für Jugendliche zum Ziel gesetzt. Dabei sollen durch eine verstärkte Vernetzung der Schulen und Betriebe mit den Jugendlichen Orientierungshilfen ausgebaut werden. Verbesserung der Sprachkompetenzen, Frühförderung, Förderung von gering Qualifizierten, Ausbau der Angebote für Mittags- und Nachmittagsbetreuung, aber auch die Förderung sozialer Kompetenzen wurden dabei unter anderem als Problemfelder diskutiert.

Wohnortnahe Bildung

Der Arbeitskreis "Familien und Bildung" wird sich in Kooperation mit der Kindertagesstätte im Stadtteil Kreuz einem Praxisprojekt "Wohnortnahe Bildung" widmen. Als Einzelmaßnahmen sind unter anderem die Schaffung einer sprachvorbereitenden Eltern-Kind-Gruppe, Unterstützung bei Elternabenden und Elterntreffen, Sprachkurse für Erwachsene und weitere Beratungsangebote vorgesehen. Auch der Einsatz eines Streetworkers mit russischen Sprachkenntnissen für den Kontaktschluss mit Migranten gehört zu diesem Paket.

Erleichterungen für Familien mit behinderten Angehörigen hat sich ein weiterer Arbeitskreis zum Ziel gesetzt, der unter anderem bei einer besseren Vernetzung zuständiger Stellen im Bereich von Medizin und Krankenkassen sowie bei einer Stärkung der Elternkompetenz ansetzen will. Das Öffnen von Regelschulen und Kindergärten für Kinder mit Behinderung, vermehrte Aus-, Fort- und Weiterbildung im heilpädagogischen Bereich, aber auch das Ausschöpfen staatlicher und selbsthilfeorientierter Hilfen wurden in diesem Zusammenhang diskutiert.

Fragebogenaktion

Weitere Schwerpunkte des Lokalen Bündnisses: Ein Wettbewerb, der den "familienfreundlichen Arbeitgeber" sucht, eine Fragebogenaktion zu den Themen Wohnumfeld, Verkehr und Kriminalität, die über die großen Bayreuther Wohnungsunternehmen gestreut werden soll und ein neuer Wettbewerb "Die sportliche Familie".

Dass Bayreuth ein gutes Pflaster für familienpolitische Belange ist, beweist auch der Umstand, dass am Freitag, 18. November, ebenfalls im ZENTRUM das este landesweite Treffen der Lokalen Bündnisse in Bayern stattfindet, bei dem die  gesamte Palette der bayenweiten Aktivitäten auf diesem Feld ersichtlich wird.