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Feilen am familienfreundlichen Profil

18.12.06

Das familienfreundliche BayreuthBayreuth feilt an seinem familienfreundlichen Profil. In acht Arbeitskreisen wird seit Gründung eines übergreifenden Bündnisses für Familie im Sommer vergangenen Jahres an konkreten Projekten und Fortschritten für Familien in der Stadt gearbeitet. Im ZENTRUM kamen jetzt Vertreter eben dieser Arbeitskreise zusammen, um sich über das bisher Erreichte auszutauschen und weitere gemeinsame Projekt zu koordinieren.

Zweiter Bürgermeister Thomas Ebersberger, der die Sitzung leitete, unterstrich gleich zu Beginn den hohen Stellenwert, den die Stadt dem Thema Familienfreundlichkeit bei der weiteren Entwicklung Bayreuths zumesse. Zugleich sprach er den Mitgliedern des Bündnisses gemeinsam mit dem städtischen Sozialreferent Ludolf Tyll seine Anerkennung und seinen Dank für die ehrenamtliche Mitarbeit und das große Engagement aus.

Acht Arbeitskreise

Auf vielfältigste Weise arbeiten die Arbeitskreise derzeit am familienfreundlichen Bayreuth. Dabei steht das Bemühen im Vordergrund, die durchaus unterschiedlichen Interessenlagen und Lebensbereiche von Familien in Bayreuth möglichst umfassend zu berücksichtigen. Es gilt Synergien zu erzielen und bereits vorhandene Strukturen besser miteinander zu vernetzen. Der Arbeitskreis "Wirtschaft, Schule und Ausbildung" strebt daher eine Zusammenführung mit einer bereits bestehenden, gleichgerichteten Initiative an, die unter Federführung des Staatlichen Schulamts und der Handwerkskammer arbeitet. Eine erste gemeinsame Sitzung zur Bündelung der Kräfte hat bereits stattgefunden.

Im Arbeitskreis "Familie und Wohnen" bereitet man derweil unter anderem eine Mieterbefragung in der Altstadt zu den Themen Sicherheit, Lebensqualität und Familienfreundlichkeit vor. Mit Blick auf ständig steigende Miet- und Nebenkosten, die vor allem für Familien ein immer größeres finanzielles Problem darstellen, will man relevante Informationen aufbereiten. Häufig sind sich Familien über die finanziellen Folgen beim Anmieten einer Wohnung gar nicht im Klaren. Unter dem Aspekt "Sicherheit" will man sich zudem verstärkt der Überprüfung von Schulwegen annehmen und sogenannten "Angsträumen" zu Leibe rücken.

Ansprechpartner für Bürger mit Migrationshintergrund bei Behörden und Einrichtungen zu finden, um deren Angebote besser nutzbar zu machen und eine engere Vernetzung der vorhandenen Strukturen zu erreichen, dies hat sich der Arbeitskreis "Familien mit Migrationshintergrund" zur Aufgabe gemacht. Bei einer großangelegten Abfrage wurde besonderer Wert darauf gelegt, Ansprechpartner zu finden, die selbst über einen Migrationshintergrund verfügen, mehrsprachig sind oder einen besonderen Bezug zu einer speziellen Volksgruppe haben. Fernziel ist es, Integration auf dem Weg der Vernetzung von Personen und Angeboten sowohl durch haupt- als auch ehrenamtliche Mitarbeiter zu fördern. Dieser Pool an Personen und Angeboten soll gleichzeitig die Basis für ein zu schaffendes Integrationsforum für Bayreuth bilden.

Der Arbeitskreis "Familienfreundliches Bayreuth" wiederum hat sich übergeordnet mit der Erarbeitung eines Leitbildes für das Lokale Bündnis befasst. Es soll künftig verstärkt kommuniziert werden. Und im Arbeitskreis "Familie und Bildung" wird in Zusammenarbeit mit der Universität und dem Nordbayerischen Kurier an einem Konzept für eine Kinderuniversität gestrickt. Auch hier fanden bereits erste Gespräche statt. Der Startschuss für das neue Angebot mit den unterschiedlichsten, für Kinder interessanten Themen soll schon im kommenden April erfolgen.

Im Arbeitskreis "Familien mit behinderten Angehörigen" befasst man sich derzeit unter anderem mit dem Aufbau eines Krisendienstes sowie mit einem Beratungsführer. Außerdem wird an Angeboten für taubblinde Menschen gearbeitet. Im Mai nächsten Jahres soll in Bayreuth ein Selbsthilfetag organisiert werden. Auch eine Elternsprechstunde wird inzwischen angeboten.
Weit gediehen sind auch die Vorbereitungen für einen Beratungsführer für Allenerziehende, der im Arbeitskreis "Alleinerziehende Familien" entwickelt wurde. Das annähernd 80 Seiten starke Kompendium ist als praktische Alltagshilfe für Alleinerziehende gedacht. Zur Finanzierung des Drucks werden noch Sponsoren gesucht.

Um die Arbeit in den Arbeitskreisen einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sollen in regelmäßigen Abständen die aktuellen Ergebnisse ins Internet (www.bayreuth.de) gestellt werden. An Bayreuths Schulen läuft außerdem zur Zeit ein Wettbewerb für die Erstellung eines eigenen Logos für das Bündnis für Familie. Es soll seiner Öffentlichkeitsarbeit künftig gute Dienste leisten.