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Markgräfin-Wilhelmine-Preis 2010 für Prinz Hassan von Jordanien

Verleihung im November 2010 im Rahmen des Zukunftsforums der Universität Bayreuth

21.05.10

Der „Markgräfin-Wilhelmine-Preis für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt“, den die Stadt Bayreuth 2008 erstmals vergeben hat, soll in diesem Jahr an Prinz Hassan ibn Talal von Jordanien gehen. Das hat der Stadtrat Bayreuth in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises soll im November im Rahmen des Zukunftsforums der Universität Bayreuth stattfinden.

Mit der Preisverleihung an Prinz Hassan von Jordanien folgt die Stadt Bayreuth dem Vorschlag des Zukunftsforums, das im Herbst zum zweiten Mal von Universität und Stadt Bayreuth durchgeführt wird. Das „Zukunftsforum: Wissenschaft – Kultur – Gesellschaft“ wurde 2008 gegründet, um zukunftsträchtige Themen im Gespräch zwischen der akademischen Wissenschaft und Partnern aus Kultur, Technik, Wirtschaft und Politik zu reflektieren. Das erste Zukunftsforum fand im Oktober 2008 unter dem Titel „Was den Menschen heilig ist – Religionen und Werte im Wandel“ statt.

Prinz Hassan von Jordanien ist Onkel des aktuellen Königs Adullah II. und stammt in der 42. Generation direkt vom Propheten Mohammed ab. Er ist Träger von über 20 Ehrendoktortiteln und Gründer des „El Hassan Trust“, der sich für den Dialog zwischen den Religionen und die Förderung des Verständnisses und der Eintracht zwischen islamischer und nicht-islamischer Welt einsetzt. Prinz Hassan ist unter anderem Mitglied im interreligiösen Beraterausschuss der Unesco und im Club of Rome, dessen Präsident er von 1999 bis 2006 war; er rief die trilaterale Kommission für das islamisch-christlich-jüdische Gespräch ins Leben und moderierte von 1999 bis 2006 die Initiative der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden.

„Mit Prinz Hassan von Jordanien würdigt die Stadt einen Menschen, der sich in besonderem Maße für Toleranz, Humanität und das Miteinander von Völkern und Religionen einsetzt. Sein Engagement für eine globalisierte Welt, in der es ihm nicht nur um wirtschaftliche oder politische Aspekte, sondern um ein globales, gemeinschaftliches Bewusstsein aller Menschen geht, ist beispielhaft“, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl.

Prinz Hassan von Jordanien wird nach dem Literatur-Nobelpreisträger Wole Soyinka (2008) und Dirigent Daniel Barenboim (2009) der dritte Preisträger des Markgräfin-Wilhelmine-Preises sein. Mit der städtischen Auszeichnung werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderem Maße dem Miteinander der Kulturen verschrieben haben.