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Lebensmittelhandwerk spürt verschärften Wettbewerb

Bayreuther Bäcker und Metzger zum Meinungsaustausch im Rathaus

13.02.12

Lebensmittelhandwerker-Gespräch im RathausZu einem Gedankenaustausch sind Vertreter der Bayreuther Bäcker- und Fleischer-Innung, der Kreishandwerkerschaft Bayreuth sowie der Genussregion Oberfranken ins Rathaus gekommen, um mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Personal- und Rechtsreferenten Ulrich Pfeifer und Stadtbaureferenten Hans-Dieter Striedl über die Situation des Lebensmittelhandwerks in der Stadt Bayreuth zu sprechen. Die Lebensmittelhandwerker machten dabei vor allem auf die sich verschärfende Wettbewerbssituation in Verbindung mit dem Entstehen neuer Discounter/Verbrauchermärkte und steigenden Rohstoff- und Energiepreisen aufmerksam.

Die Bäcker, Fleischer und Konditoren in Bayreuth könnten sich zwar mit qualitativ hochwertigen Produkten im starken Wettbewerb mit den Discountmärkten behaupten, so die Lebensmittelhandwerker. Aber Qualität habe nun mal seinen Preis. Hinzu komme, dass die teilweise explodierenden Rohstoff- und steigenden Energiepreise nicht vollständig auf die Verkaufspreise umgelegt werden können. Mit Hilfe eines Nahversorgungskonzeptes versuche die Stadt Bayreuth, eine Stärkung der Versorgung in unterversorgten Stadtteilen zu erreichen und sicherzustellen, so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. „Gleichzeitig soll mit dem Konzept einer ungeordneten Entwicklung im Hinblick auf die Ansiedlung von Verbrauchermärkten und Discountern entgegengewirkt werden.“

Vor diesem Hintergrund streben die Bäcker- und Metzger-Innungen Bayreuths und die Stadt Bayreuth eine engere Zusammenarbeit vor allem im Bereich des Marketings für regionale und lokale Lebensmittel an. Ein Ansatzpunkt ist hierbei die „Genussregion Oberfranken e.V.“. Mit den beiden Kirchen will man weitere Kooperationspartner in diese Zusammenarbeit einbinden.

Eine Herausforderung für die Bayreuther Bäcker und Fleischer ist vor allem die Suche nach qualifizierten Nachwuchskräften, die schon jetzt große Schwierigkeiten bereitet. „Es ist absehbar, dass sich die aktuelle Problemlage aufgrund sinkender Schülerzahlen, höherer Bereitschaft der Jugendlichen zu studieren, mangelnder Ausbildungsreife vieler Schulabgänger und des demographischen Wandels in Zukunft weiter verstärken wird“, so Bäckermeister Thomas Zimmer, Kuratoriumsvorsitzender der Genussregion Oberfranken. Aus diesem Grund müsse auch nach Wegen gesucht werden, den Berufsschulstandort für Bäcker in Bayreuth zu stärken. Die anstehende Generalsanierung der Berufsschule bietet hierzu einen geeigneten Ansatzpunkt. Hierfür will sich auch die Stadt Bayreuth einsetzen, versicherte Dr. Hohl.