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Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis 2012 geht an Klaus Töpfer

Stadt würdigt das umweltpolitische Engagement des ehemaligen Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms - Preisverleihung am 16. November

17.04.12

Dr. Klaus Töpfer. Foto: Deutsche Bundesstiftung UmweltDer "Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt“, den die Stadt Bayreuth seit 2008 jährlich vergibt, geht in diesem Jahr an Professor Dr. Klaus Töpfer. Er wird die Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes Mitte November in Bayreuth entgegennehmen.

Die Stadt verleiht Professor Dr. Töpfer den mit 10.000 Euro dotierten Preis aufgrund seines nachhaltigen Wirkens und seines großen Einsatzes als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen wie auch als Gründungsdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies.

Die Preisverleihung wird im Rahmen des Bayreuther Zukunftsforums stattfinden, das im November dieses Jahres zum vierten Mal von Universität und Stadt Bayreuth durchgeführt wird. Das „Zukunftsforum: Wissenschaft – Kultur – Gesellschaft“ wurde 2008 gegründet, um zukunftsträchtige Themen im Gespräch zwischen der akademischen Wissenschaft und Partnern aus Kultur, Technik, Wirtschaft und Politik zu reflektieren. In diesem Jahr trägt es den Titel „Wasser im globalen Wandel“.

Professor Dr. Klaus Töpfer wurde 1938 in Schlesien geboren, ist CDU-Mitglied seit 1972. Während seiner politischen Karriere war Töpfer unter anderem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (1987 bis 1994) sowie für Raumordung, Bauwesen und Städtebau (1994 bis 1998). Von 1998 bis 2006 arbeitete er als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi. 2009 wurde Töpfer Gründungsdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, das Spitzenforschung an der Nahtstelle zwischen Klimawandel und nachhaltiger Ökologie leistet.

Professor Töpfer ist Träger zahlreicher Ehrungen und Auszeichnungen, wie zum Beispiel des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (2002), des Großen Binding-Preises für Natur- und Umweltschutz der liechtensteinischen Binding-Stiftung (2003) und des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für sein Lebenswerk (2008). Außerdem wurde es zur Fahrradfreundlichsten Persönlichkeit 2009 gekürt.

Die Verleihung des Wilhelmine-von-Bayreuth-Preises findet am Freitag, 16. November, im Rahmen eines Festaktes im Audimax der Universität Bayreuth statt.

Der Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis der Stadt Bayreuth

Professor Töpfer wird nach dem nigerianischen Literatur-Nobelpreisträger Wole Soyinka (2008), dem Dirigenten Daniel Barenboim (2009), Prinz Hassan von Jordanien (2010) und der senegalesischen Frauenrechtlerin Madjiguène Cissé der fünfte Preisträger des Wilhelmine-von-Bayreuth-Preises sein. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Sie wird im jährlichen Rhythmus an Personen oder Gruppen verliehen, die sich auf kulturellem, sozialem, politischem oder wissenschaftlichem Gebiet international um die kritische Reflexion gemeinsamer Wertvorstellungen und die interkulturelle Verständigung verdient gemacht haben und soll helfen, derartige Initiativen überregional bekannt zu machen.

Der Preis ist nach der Bayreuther Markgräfin Wilhelmine (1709 - 1758) benannt. Die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen bescherte Bayreuth ein Ensemble von Gebäuden und Parks, das europaweit einzigartig ist und aus dem das Markgräfliche Opernhaus besonders hervorsticht. Mit ihm bewirbt sich Bayreuth derzeit aussichtsreich um die Aufnahme ins UNESCO-Welterbe. 1731 wurde Wilhelmine mit dem Erbprinzen Friedrich von Bayreuth verheiratet. Die Markgräfin widmete sich intensiv der Kunst und schuf sich einen Musenhof, der europaweit ausstrahlte und die bedeutendsten Kunstschaffenden ihrer Zeit in Bayreuth versammelte. Wilhelmine starb am 14. Oktober 1758 im Neuen Schloss in Bayreuth und wurde in der Schlosskirche beigesetzt.