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Umbau im Jean-Paul-Museum Bayreuth

Das Museum schließt seine Pforten am 15. November - Wiedereröffnung zu Jean Pauls 250. Geburtstag - Stadt investiert 300.000 Euro

02.11.12

Das Jean-Paul-Museum Bayreuth wird in den kommenden Monaten saniert und umgestaltet.Dem Jean-Paul-Museum der Stadt Bayreuth steht eine rund fünfmonatige Sanierung und Neugestaltung bevor. Letztmals geöffnet ist das Museum am 14. November, dem Todestag des Dichterfürsten. Die Wiedereröffnung ist für den 21. März 2013 geplant, also exakt am 250. Geburtstag Jean Pauls.

Das Projekt der Stadt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 300.000 Euro wird von der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Kulturfonds Bayern bezuschusst.

Auch eine rekonstruktive Arbeit, wie beispielsweise am Richard Wagner Museum, ist nicht gefordert: Anders als dort sind die Räume des Jean-Paul-Museums nicht authentisch, der Dichter hat sich hier nie aufgehalten. Dennoch soll beispielsweise der Erker des Gebäudes enterieurartig wie Jean Pauls Schreibstube gestaltet werden.

Museum ab 15. November geschlossen

Ab 15. November werden die Ausstellungsstücke nun innerhalb von zwei Wochen konservatorisch verpackt und zwischengelagert, dann steht einer Renovierung der Räumlichkeiten nichts mehr im Wege. Die Neugestaltung und Neueinrichtung übernimmt das Büro Florian Raff. Der Münchner Museumsgestalter wurde auf Empfehlung der Landesstelle für nichtstaatliche Museen engagiert. Für die kuratorische Betreuung ist der Bayreuther Jean Paul-Kenner Dr. Frank Piontek zuständig. Die Logistik obliegt Christine Schoch, die Gesamtleitung des Umgestaltungsprojekts Dr. Friedrich. „Wir haben ein sehr gutes Team zusammengestellt“, ist sich der Museumsleiter sicher.

Die Ausstellungstücke, darunter wertvolle Autographen des Dichters, Erstausgaben seiner Werke, Portraits, Bildmaterial und diverse Erinnerungsstücke, waren seit der Errichtung des Museums 1980 stark chronologisch aufbereitet gewesen. Während der räumliche Zuschnitt gleich bleibt, ändert sich das nun: „Im neuen Museum wird weniger die Chronologie als vielmehr die thematische Herangehensweise dominieren“, erklärt Friedrich. Die bisher zahlreich vorhandenen Exponate werden daher neu gruppiert. „Ein Exponat muss eine Funktion haben, sollte etwas erzählen können“, so Friedrich. Damit wolle man vermitteln, wer Jean Paul als Dichter, aber auch als Typ war.

Moderne Elemente

Bisher seien im Museum in erster Linie gut bestückte Vitrinen mit Exponaten zu sehen gewesen sein, ab nächstem Jahr sollen auch die anderen Sinne der Museumsbesucher miteinbezogen werden. Neben multimedialen Elementen, die für mehr Interaktivität sorgen, werden beispielsweise Vitrinen in Buchform zu sehen sein. In ihnen befinden sich Schubladen mit weitergehenden Informationen. Die Schubladen können die Museumsbesucher herausziehen, begutachten und so ihren weiterführenden Wissensdurst stillen.

   
 

Interessierte können das Jean-Paul-Museum noch bis einschließlich Mittwoch, 14. November, besuchen. Es ist täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. 

Weitere Infos zum Jean-Paul-Museum