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Wagner-Jubiläum 2013: Zum Auftakt eine Blech-Comedy

Mnozil Brass präsentieren am 6. Januar "Hojotoho" als Uraufführung - Regie führt Philippe Arlaud

10.12.12

Mnozil Brass2013 jährt sich Richard Wagners Geburtstag zum 200. Mal. Die Wagner-Stadt Bayreuth hat sich das weltbekannte Wiener Bläserseptett Mnozil Brass ausgesucht, um sich mit einer Auftragsproduktion vor dem großen Meister zu verneigen. "Hojotoho" heißt die Oper, die am 6. Januar 2013, um 19.30 Uhr, im Großen Haus der Stadthalle in Bayreuth Welturaufführung feiern wird. Für die Inszenierung zeichnet der etablierte Hügelregisseur Philippe Arlaud verantwortlich.

Und so wie Wagner einst die romantische Oper erneuert und als Gesamtkunstwerk aus Musik, Libretto und Regieanweisungen etabliert hat, wird Regisseur Philippe Arlaud zusammen mit Mnozil Brass ein revolutionäres Gesamtkunstwerk aus Blech, Text, Tanz und Komik auf die Bühne bringen.

Mnozil Brass gelten als die Monty Pythons der Blasmusik, als Virtuosen auf ihren Blechblasinstrumenten, als Meister des skurrilen, textlich pointierten und musikalisch höchst brillanten Musiktheaters. Die sieben am Wiener Konservatorium ausgebildeten Musiker werden die Wagnersche Schwere mit großer Leichtigkeit auf die Bühne blasen, sprechen, spielen und tanzen und ihre Ventile dabei trotzdem mit der für Richard Wagner typischen Leidenschaft glühen lassen. Trompete: Thomas Gansch, Robert Rother, Roman Rindberger; Basstrompete und Posaune: Leonhard Paul; Posaunen: Gerhard Füssl, Zoltan Kiss; Tuba: Wilfried Brandstötter.

Philippe Arlaud, weltberühmter und vielfach ausgezeichneter Regisseur für Oper und Sprechtheater, wurde neben Patrice Chéreau als einzigem französischen Regisseur die Ehre zuteil, in der 140-jährigen Geschichte der Festspiele in Bayreuth zu inszenieren. Sein „Tannhäuser“ wurde von 2002 bis 2007 auf dem Grünen Hügel gezeigt.

MNOZIL BRASS – Hojotoho – Eine Wagner-Blech-Comedy

Wenn Mnozil Brass eine Oper zu Ehren von Richard Wagner auf die Bühne bringt, wird dem großen Komponisten, Künstler oder Menschen Richard Wagner zwar auch gehuldigt. Mnozil Brass werden das Werk ihres musikalischen Freundes aber auch aus ihrer Sicht neu interpretieren und komponieren, so manchen Staub von seinen Werken blasen und dabei neue (Blech)Töne erklingen lassen. Sie werden mit Wagnerschen Motiven spielen, sie drehen, wenden oder schütteln, und dabei bisher verborgene musikalische Brücken zu Walzer, Polka, Tango oder zur Jüdischen Musik in Wagners Werken betreten.

Dass dabei Ironie, Scherz und Komik mitklingen, gehört quasi zum Mnozilschen Stil. Es wird mehr Musik als Worte zu hören geben und verschiedenste Figuren werden die Bühne betreten: natürlich Wagner selbst, gefolgt von Göttern und Helden wie Wotan und Siegfried, von Liebesgöttinnen, Furien und Walküren wie Venus, Elisabeth und Brünnhilde. Dazu gesellen sich ein Schwan, ein Wurm und vielleicht die ein oder andere historische Figur wie Ludwig, Cosima, Nietzsche oder Freud.

Noch mehr als bisher werden sich die sieben künstlerischen Multitalente von Mnozil Brass auch als Schauspieler und Tänzer in ihr Gesamtkunstwerk Hojotoho einbringen. Und eines wird dabei klar werden: ein bisschen Wagner steckt in jedem Menschen. Der so virtuose wie leichte Spielwitz von Mnozil Brass zeigt die Universalität der Sprache und der Musik. Hier will keiner große Lehren von der Bühne posaunen, sondern auf hohem Niveau unterhalten.

Und die Chemie stimmt wohl zwischen Mnozil Brass, Philippe Arlaud und der Choreografin Anne-Marie Gros. Im großen Bottich der kreativen Zugaben brodelt es heftig und konstruktiv.

Biographie Philippe Arlaud – Regie, Bühnenbild und Licht

Philippe Arlaud schloss ein Studium der Kunstgeschichte und eine künstlerische Ausbildung an der École Supérieure d’Art Dramatique du Théâtre national de Strasbourg ab. Seitdem widmet er sich der Inszenierung von Oper und Sprechtheater im umfassenden Sinn. Für seine Regiearbeiten schafft er sowohl die Bühnenbilder als auch das Lichtdesign.

Seit 1982 arbeitet Arlaud mit Erfolg als Regisseur, Schöpfer von Projekten, Bühnenbildner und Licht-Designer an zahlreichen renommierten Theatern und Opernhäuser in Europa, Asien und den USA. Er wurde bereits zwei Mal mit der "Josef Kainz Medaille" der Stadt Wien ausgezeichnet (höchste Künstlerehrung Österreichs). Charakteristisch für seine Inszenierungen ist eine Schauspielführung, welche die Anforderungen von Gesang und Sprech-Theater miteinander vereint. Eine weitere Besonderheit ist seine Bühnenraumgestaltung, bei der die Sprachen und die Techniken des Kinos verwendet werden. Seit März 2007 ist Philippe Arlaud künstlerischer Leiter des Musikfestivals in Feldkirch (Österreich). 

   
 

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