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Grundstein für Museumsneubau gelegt

Sanierung und Neugestaltung des Richard Wagner Museums geht voran

26.07.13

Rund 150 geladene Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft verfolgten einen Tag nach Eröffnung der Bayreuther Festspiele 2013 in Haus Wahnfried die feierliche Grundsteinlegung für den Museumsneubau des Richard Wagner Museums Bayreuth. Bayerns Kulturminister Dr. Wolfgang Heubisch nutzte seine Ansprache zu einem Bekenntnis für die Bayreuther Festspiele und das Museumsprojekt. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe sprach von der Chance, Bayreuths Position als die Wagnerstadt schlechthin dauerhaft auszubauen. 

Grundsteinlegung für den Museumsneubau (von links): Dipl.-Ing. Per Pedersen (Architekturbüro Staab), Kulturminister Dr. Wolfgang Heubisch, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Hartmut Koschyk, Regierungspräsident Wilhelm Wenning und Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich.

Grundsteinlegung für den Museumsneubau (von links): Dipl.-Ing. Per Pedersen (Architekturbüro Staab), Kulturminister Dr. Wolfgang Heubisch, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Hartmut Koschyk, Regierungspräsident Wilhelm Wenning und Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich.  

Die Sanierung, Neugestaltung und Erweiterung des Hauses Wahnfried ist das derzeit wichtigste Museumsprojekt der Stadt Bayreuth. Im Zuge der Neugestaltung des Museums wird es zukünftig in Haus Wahnfried eine Dauerausstellung zu Leben und Werk Richard Wagners geben, im Siegfriedhaus werden das Erbe Wagners, der Umgang seiner Nachkommen damit und die komplexe Rückschau auf Mensch und Werk thematisiert.

Der Museumsneubau schließlich, für den nun der Grundstein gelegt wurde, bietet Platz für die Dauerausstellung, eine Präsentation zur Geschichte der Festspiele und einen Veranstaltungssaal. Seine Architektur ist das Ergebnis eines europaweiten Wettbewerbs, den das renommierte Berliner Architekturbüro Staab für sich entscheiden konnte.

Zur Grundsteinlegung versammelten sich hochrangige Vertreter aus Bund, Land, Regierungsbezirk und Stadt gemeinsam mit der Festspielleitung und weiteren Mitgliedern der Familie Wagner in Haus Wahnfried. Bayerns Kulturminister Dr. Wolfgang Heubisch nutzte seine Ansprache zu einem Bekenntnis für die Bayreuther Festspiele: "Für Stadt und Land sind die Festspiele ein besonders wertvolles Aushängeschild", so Heubisch. Mit dem Neubau für das Richard-Wagner-Museum investiere der Freistaat in ein Projekt von Weltrang und setze damit im Jubiläumsjahr ein gutes Signal für die Zukunft. Der Freistaat sei der Stadt Bayreuth von Anfang an als wichtiger Zuschussgeber zur Seite gestanden. "Ich bin überzeugt: Das Geld ist gut angelegt. Denn wir investieren damit in ein einzigartiges Museumsprojekt von Weltrang."  

Wichtigstes Kulturprojekt der Stadt

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bezeichnete die laufende Sanierung und Neugestaltung des Richard Wagner Museums als das derzeit wichtigste Kulturprojekt der Stadt. "Die Sanierung von Haus Wahnfried und der Museumsneubau haben erhebliche Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Stadt." Das Projekt mit einem Volumen von 16 bis 17 Millionen Euro sei von der Stadt alleine nicht zu schultern. Möglich werde es letztlich erst durch die Zuschüsse von Bund, Freistaat Bayern sowie weiteren öffentlichen Zuschussgebern wie der Oberfrankenstiftung, der Bayerischen Landesstiftung und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern. "Dem Museum und dem Neubau stehen nach Fertigstellung neue, moderne und zeitgemäße Möglichkeiten der Vermittlungsarbeit zur Verfügung. Mit der Sanierung und dem Museumsneubau hat Bayreuth die Chance, die Position als die Wagnerstadt nicht nur dauerhaft zu sichern, sondern auch auszubauen."  


Chronik zur Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung des Richard Wagner Museums

[bgal:75]1976: Eröffnung des Richard Wagner Museums im Haus Wahnfried

2003: Vorlage erster Überlegungen zur Neukonzeption durch die Museumsleitung bei der Richard-Wagner-Stiftung

2005: Der Stadtrat beschließt die städtische Trägerschaft der Umbaumaßnahmen, mit deren Planungen das Atelier Hackel beauftragt wird.

2008: Der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung lehnt das Umbau- und Neugetsaltungskonzept des Ateliers Hackel ab und beauftragt eine Machbarkeitsstudie zu einer "Großen Lösung" mit Neubau.

2009: Der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung beschließ die "Große Lösung" mit Neubau / Der Stadrat beschließt unter Finanzierungsvorbehalt die "Große Lösung" und beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung eines Architektenwettbewerbs / 1. Finanzierungsgespräch mit Vertretern unter anderem des Freistaats, des Bundes, der Stadt und der Oberfrankenstiftung als Träger der Richard-Wagner-Stiftung.

2010: Schließung des Richard Wagner Museums und Auslagerung der Dauerausstellung / Dem Entwurf des Büros Staab, Berlin, wird vom Preisgericht des Architektenwettbewerbs der 1. Preis zuerkannt und der Stadt die Ausführung empfohlen / 2. Finanzierungsgespräch

2011: Start der Marketing- und Fundraisingkampagne / Auslagerung der Handschriften aus dem Haus Wahnfried / Beauftragung des Büros hg merz mit der Museumsgestaltung / Fachkolloquium zur Neugestaltung

2012: 3. Finanzierungsgespräch / Beginn der bauvorbereitenden Maßnahmen

2013: Abbrucharbeiten / Rohbau Altbau / Erdarbeiten, Baugrube, Rohbau Neubau

2014: Ausbau Alt- und Neubau

2015: Einrichtung der Dauerausstellungen / Eröffnung des neuen Richard Wagner Museums