Deutsch English Italiano Francais Chinese Czech Polski
Schriftgröße kleinste Schriftgröße auswählen kleinste Schriftgröße auswählen kleinste Schriftgröße auswählen kleinste Schriftgröße auswählen

Textseite für Sehbehinderte

Seite vorlesen


Architektenwettbewerb Stadthallensanierung: Jury kürt die besten Entwürfe

Architekturbüro knerer und lang aus Dresden gewinnt Wettbewerb nach europaweiter Ausschreibung unter 22 eingereichten Vorschlägen

20.12.13

Präsentierten den Siegerentwurf (von links): Jury-Vorsitzender Prof. Bernhard Winking (Hamburg), OB Brigitte Merke-Erbe und Jurymitglied Norbert Diezinger (Eichstätt).Es ist eines der wohl bedeutendsten Kulturprojekte der Stadt Bayreuth für die kommenden Jahre: Ab Herbst 2015 soll die Stadthalle umfassenden saniert und zum modernen Kultur- und Tagungszentrum umgebaut werden. Die Stadt Bayreuth hat hierzu einen europaweiten Realisierungswettbewerb ausgelobt, an dem sich nach einem vorgeschalteten Bewerber-Auswahlverfahren 22 Büros mit ihren Entwürfen beteiligt haben. Zwei Tage lang hat sich das Preisgericht unter Vorsitz des Hamburger Architektur-Professors Bernhard Winking intensiv mit den eingereichten Arbeiten befasst. Jetzt hat die Jury den Siegerentwurf gekürt, der vom Architekturbüro knerer und lang aus Dresden stammt.

"Die Sanierung der Stadthalle rückt mit dem Abschluss dieses Architektenwettbewerbes nunmehr in greifbare Nähe", betonte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse. Die Jury, die mit namhaften Fachpreisrichtern aus dem gesamten Bundesgebiet besetzt war, habe es sich bei ihrer Meinungsbildung nicht leicht gemacht. Als Sachpreisrichter waren zudem die Stadtratsfraktionen mit jeweils einem Vertreter in den Entscheidungsprozess eingebunden.

Aus einer Fülle interessanter Ansätze habe man letztlich die gelungensten Lösungsvorschläge herausgefiltert. "Mit dem jetzt gekürten Entwurf ist der Grundstein für den Umbau der Stadthalle zu einem hoch modernen, multifunktionalen Kultur- und Tagungszentrum gelegt", so Merk-Erbe.

Die ausgelobte Gesamtsumme des Wettbewerbs beläuft sich auf 159.000 Euro (netto). Sie verteilt sich auf

1. Preis: knerer und lang Architekten GmbH, Dresden (48.000 Euro)
2. Preis: Prof. Jörg Friedrich, Hamburg (35.000 Euro)
3. Preis: Dipl.-Ing. Architekt Dirk Pussert und Dipl.-Ing. Architekt Achim Kosch, Dresden (24.000 Euro)
4. Preis: Dipl.-Ing. Martin Gessert, Freier Architekt, Stuttgart (16.000 Euro)

Außerdem wurden drei Anerkennungspreise in Höhe von jeweils 12.000 Euro vergeben.

Behutsame Architektursprache 

Der Siegerentwurf zeichnet sich im städtebaulichen Bereich durch die Definition eines städtischen Platzes mit hoher Aufenthaltsqualität aus. Dabei respektiert und ergänzt er die vorhandenen Raumkanten. Der Balkonsaal der Stadthalle soll einen eigenen Eingangsbereich in der ehemaligen Handwerkskammer bekommen. Ein vorgelagerter Glasanbau sorgt für eine optimale Verbindung aller Stadthallenbereiche. Darüber hinaus werden Aufenthaltsbereiche unterschiedlicher Qualität angeboten - zum Teil in Form bespielbarer Innenhöfe, die Flächen für Gastronomie und gut nutzbare Ausstellungsflächen bieten.

Blick in Richtung Wandelgang

Bestechend ist nach Ansicht der Jury, deren Votum einstimmig ausfiel, die räumliche Qualität und Flexibilität aller Erschließungs- und Foyerbereiche des Siegerentwurfes. Die Arbeit zeichne sich durch eine behutsame und angemessene Architektursprache aus. Dabei respektiere sie die Belange des Denkmalschutzes. Außerdem liefere sie durch den behutsamen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz und der Begrenzung auf wenige notwendige Eingriffe und Ergänzungen einen wirtschaftlichen Ansatz.

Wettbewerbsergebnisse werden im Februar ausgestellt

Die Wettbewerbsergebnisse werden im neuen Jahr nicht nur den Stadtrat beschäftigen. Sie sollen im Rahmen einer mehrwöchigen Ausstellung im Februar im Balkonsaal der Stadthalle auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Weitere Informationen