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Nahversorgungskonzept  

Fortschreibung 2013/14

Nicht nur in Bayreuth ist der ständige "Wettkampf der Nahversorger" um die - zumeist einzig betriebswirtschaftliche - Optimierung ihrer Standorte und ihres Versorgungsnetzes zu Lasten einer funktionierenden Nahversorgung für die Bayreuther Bevölkerung zu beobachten. Der Trend geht weiterhin zu Vorhaben mit immer größeren Verkaufsflächen - auch oberhalb der Schwelle zur Großflächigkeit BVerwG U. v. 24.11.2005 - 4C-10.04: Einzelhandelsbetriebe sind großflächig i. S. d. § 11 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BauNVO, wenn sie eine VKF von 800 qm überschreiten. - und dies vor allem in ohnehin schon gut versorgten Stadtteilen. Auf den Wettbewerb der (schrittweisen) Vergrößerung der einzelnen Vorhaben muss immer noch gezielt und steuernd reagiert werden, da ansonsten eine Ausdünnung des Versorgungsnetzes und eine entsprechende Verminderung der Nahversorgungsqualität für die Bayreuther Bevölkerung droht.

Negative Folgen
  • Benachteiligung der nicht bzw. begrenzt mobilen Bevölkerungsgruppen
  • zusätzlicher Verkehr mit vermehrten Immissionen
  • Rückgang der Mittelpunktsfunktion von Stadtteilzentren
  • Leerstände in den Stadtteilzentren
  • erhöhter Infrastrukturaufwand durch immer weniger in den Stadtteil integrierte Standorte
  • Zunahme autoorientierter Standorte
  • etc.
Grundsätzliche Zielvorstellungen für die Nahversorgung in Bayreuth
  • Sicherung einer möglichst gleichwertigen bzw. zumindest zufriedenstellenden Nahversorgungsqualität in den einzelnen Stadtteilen
  • Sicherung, Stärkung und Entwicklung von leistungsfähigen und funktionierenden zentralen Versorgungsbereichen (Innenstadt, Stadtteile) 
  • Zentrale Standorte innerhalb des Siedlungsgebietes
  • Bündelung verschiedener Einzelhandels- und Dienstleistungsangebote
  • Räumliche Nähe zu städtebaulichen Großstrukturen (z. B. Uni, Schulzentren, Krankenhäuser) 
  • Gute Erreichbarkeit (Fuß, Rad, ÖPNV, Pkw)
  • Ausbau und Sicherung spezieller Qualitäten in den einzelnen zentralen Versorgungsbereichen

Nahversorgungszentren und -bereiche in Bayreuth

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 Abstand zweier Vergnügungsstätten unter 60 m  Trading-Down-Prozess
 

Mit den Baurechtsnovellen 2004 und 2006 ist die Terminologie „zentraler Versorgungsbereich“ in das BauGB eingeführt worden. Auf diese Bereiche sollen durch neue Bauvorhaben keine schädlichen Auswirkungen hervorgerufen werden. Die Stadt Bayreuth reagiert mit dem Nahversorgungskonzept auf die o.g. Entwicklungen. Aufbauend auf einer aktualisierten Bestandserhebung und -bewertung werden im Konzept die zentralen Versorgungsbereiche im Stadtgebiet durch Festlegung von Nahversorgungszentren und -bereichen Nur SEEK-Innenstadt und Nahversorgungszentren sind „zentrale Versorgungsbereiche“ im engeren Sinne des BauGB  definiert.

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MEHR ZUM THEMA

  • Begriffe und Definitionen Nahversorgungskonzept [Download: PDF-Datei [1]; 30 KB]
  • Plan Nahversorgungskonzept Stand 17.12.2013 [Download: PDF-Datei [2]; 4,9 MB]
  • Präsentation Bauausschuss (14.01.2014) / Stadtrat (29.01.2014) [Download: PDF-Datei [3]; 431 KB]
 
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Verweise:
[1] http://www.bayreuth.de/files/pdf/Planungsamt/Konzepte/NVK_Begriffe_Definitionen_2013_12_17.pdf
[2] http://www.bayreuth.de/files/pdf/Planungsamt/Konzepte/NVK_Fortschreibung_2013_12_17.pdf
[3] http://www.bayreuth.de/files/pdf/Planungsamt/Konzepte/praes_NVK_Fortschreibung2013_BA_SR_2014_01.pdf