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Landesgartenschau: Bayreuth bewirbt sich

Die Stadt nimmt die Landesgartenschau 2016 mit einem neuen Konzept ins Visier

09.09.08

2016 ist zwar noch weit weg, doch macht man sich im Bayreuther Rathaus bereits jetzt intensiv Gedanken über dieses Jahr. Dann soll nämlich die Landesgartenschau in der Wagnerstadt stattfinden, und dafür ist bis zum 16. Januar 2009 eine Bewerbung bei der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen nötig.

Das Bayreuther Grün - hier eine Aufnahme aus dem Hofgarten hinter dem Neuen Schloss - soll durch die Landesgartenschau Verstärkung bekommen

Der neuerliche Anlauf Bayreuths soll erfolgreich sein. Die Konzepte von 1990 und 2001 flossen in das neue mit ein. Entschieden wird nach einem Besuch der Auswahlkommission im kommenden März.

Eine Gartenschau dauert zwar nicht ewig, sie lockt aber Tausende Touristen an, tut etwas für das Image der Stadt, die sich im Falle Bayreuths noch mehr als Kulturstadt profilieren könnte, und der in diesem Zusammenhang angedachte Park (mit See und schwimmender Seebühne) würde den Einheimischen erhalten bleiben und den Naherholungswert steigern.

"Zu Gast bei Wilhelmine von Bayreuth" soll das Motto der von April bis Oktober dauernden Veranstaltung sein, was den beabsichtigten Brückenschlag zum Thema hat: von der Vergangenheit zur Gegenwart. Aber auch eine andere "Brücke" ist gedacht: die Verbindung zwischen den bereits bestehenden Grünanlagen, also der Eremitage und dem Hofgarten in der historischen Innenstadt, über einen Rundweg.

Kernbereich "Obere Mainaue"

Damit ist auch klar, welches Gelände in Betracht kommt. Es ist als Kernbereich die "Obere Mainaue" im östlichen Stadtgebiet. Hier soll der "Neue Park" entstehen, in der Hammerstatt zwischen Hölzleinsmühle und Volksfestplatz. Noch in diesem Jahr wird am Flößanger mit dem Bau eines neuen Einschöpfbauwerks für den Hochwasserschutz begonnen. Der bis zu vier Meter hohe Damm wurde nach Auskunft von Hans-Dieter Striedl, Leiter des Stadtplanungsamtes, bei der Parkgestaltung entsprechend eingebunden, wenn Bayreuth den Zuschlag erhalten sollte.

Das Berliner Büro plancontext, das bereits bei der aktuell laufenden Landesgartenschau in Neu-Ulm federführend mitwirkt, arbeitet am Konzept für die Bewerbung und stellt einen Zusammenhang her mit der Bayreuther Bewerbung als UNESCO-Welterbe-Stätte. Ob die Stadt Kulmbach als Partner in die Konzeption eingebunden werden kann, wird derzeit in einer Machbarkeitsstudie geprüft.

Für den neuen Park in der Oberen Mainaue ist neben einem Auenpark ein Sport- und Generationenpark mit Aktions- und Erholungsangeboten für Menschen jeden Alters geplant. Als weitere Ideen sind Themengärten und Themenwälder, ein Freilandlabor, ein Naturerlebnispfad, Gartenzimmer und ein Auensee mit Strand angedacht.

Übrigens: Seit 1960 gibt es in Bayern Landesgartenschauen. Hof richtete 1994 eine aus, Kronach vor sechs Jahren, Marktredwitz war 2006 an der Reihe und holte sich das tschechische Eger als Partner ins Boot. Die nach Neu-Ulm anstehenden Schauen sind bereits an Rosenheim (2010), Kitzingen (2011), Bamberg (2012) und Deggendorf (2014) vergeben.


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Verweise:
[1] http://www.bayreuth.de/news/4904/details_662.htm
[2] http://www.bayreuth.de/javascript:history.back(-1);