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Landesgartenschau 2016: Das Preisgericht hat entschieden!

Sieger des Realisierungswettbewerbs zur Landesgartenschau ist das Berliner Büro Hahn Hertling von Hantelmann GmbH

05.05.11

Die Würfel sind gefallen: In den vergangenen beiden Tagen hat das Preisgericht getagt, und nun steht der Sieger des Realisierungswettbewerbs fürs Ausstellungs- und Dauernutzungskonzept zur Landesgartenschau 2016 in Bayreuth fest. 

Bei einer Pressekonferenz in den Räumen der ehemaligen Stadtbibliothek gaben Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, der Vorsitzende des Preisgerichts Professor Gerd Aufmkolk und Dagmar Voß von der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen jetzt den Sieger des Wettbewerbs bekannt: Der 1. Preis geht an das Berliner Landschaftsarchitektur-Büro Hahn Hertling von Hantelmann GmbH.

Professor Gerd Aufmkolk (rechts) und OB Dr. Hohl erläuterten den Medienvertretern den Siegerentwurf.

Im Rahmen eines offenen und anonymen Realisierungswettbewerbs, den die Stadt Bayreuth im Dezember 2010 unter dem Motto „Zu Gast bei Wilhelmine von Bayreuth“ ausgelobt hatte, wurden über 40 Entwürfe aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem benachbarten Ausland eingereicht, aus denen das Preisgericht folgende Preisträger ermittelt hat:

  • 1. Preis: Landschaftsarchitektur-Büro Hahn Hertling von Hantelmann GmbH, Berlin
  • 2. Preis: Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich
  • 3. Preis: g.h. geskes.hack Landschaftsarchitekten bdla, Berlin
  • 4. Preis: Tobias Micke/ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin
  • 5. Preis: Bode - Williams + Partner Landschaftsarchitektur und Stadtgestaltung, Berlin

Oberbürgermeister Dr. Hohl sprach vor der Presse von einem qualitativ hochwertigen Wettbewerb. Die Entscheidung sei der Jury angesichts des anspruchsvollen Niveaus der eingereichten Arbeiten nicht leicht gefallen. Der Siegerentwurf, für den das Votum des Preisgerichtes letztlich einstimmig ausfiel, biete die Gewähr für eine äußerst attraktive Landesgartenschau. "Mit diesem Konzept blüht Bayreuth auf. Wir haben allen Grund, uns auf eine schöne Landesgartenschau in unserer Stadt zu freuen, die den Bayreuthern dauerhaften Nutzen in neuen Erholungsräumen bieten wird."

Der Vorsitzende der Jury, Professor Gerd Aufmkolk, lobte ebenfalls die hohe Güte der Wettbewerbsbeiträge. In einer konstruktiven Diskussion habe man sich schrittweise der besten Lösung genähert. In den Mainauen entstehe kein konventioneller. pflegeintensiver Stadtpark, sondern ein Landschaftspark mit Elementen, von denen die Stadt dauerhaft profitiere. Die Landesgartenschau in Bayreuth werde so zum Motor der Stadtentwicklung.

Das prämierte Konzept sieht unter anderem eine Renaturierung des Roten Mains und die Schaffung eines Auensees vor, der - so es die Wasserqualität zulässt - auch als Badesee genutzt werden könnte. Ein Wegenetz sorgt für die Anbindung sowohl in Richtung Innenstadt als auch in Richtung Eremitage. In kleinen Kabinetten sollen im Stile eines groß angelegten Sport- und Generationenparks Einrichtungen wie Cafés, Spielplätze, Veranstaltungsflächen und sonstige Ausstellungsangebote entstehen, die zum Teil auch über die Landesgartenschau hinaus Bestand haben werden.

Wichtige Elemente des Konzeptes (zum Vergrößern aufs Bild klicken):

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Der Wettbewerb    

Jeweils drei Pläne mussten die Wettbewerbsteilnehmer beim Planungsamt der Stadt Bayreuth einreichen - nämlich einen Ideen- und zwei Realisierungsteile. Der Plan zum Ideenteil im Maßstab 1:5000 enthält die Verknüpfungen und Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer. Die Entwurfsvorstellungen sollten zu den Zugängen auf das Gelände in den Bereichen „Äußere Badstraße“, „Mühlkanal“, „St. Georgen“, „Eremitage“ und „Rollwenzelei“ sowie für die Verbindung der historischen Innenstadt mit der Eremitage erarbeitet werden.

Der Plan zum Realisierungsteil „Daueranlage“ im Maßstab 1:1000 zeigt das Dauernutzungskonzept des für die Landesgartenschau vorgesehenen Geländes. Ziel war es hier, für den Roten Main eine größere Naturnähe sowie eine Verbesserung der Durchgängigkeit und der Struktur des Flusses zu erreichen. Die auentypischen Lebensräume sollten ausgebaut und erweitert werden. Darüber hinaus hatten die Wettbewerbsteilnehmer einen generationsübergreifenden Sport- und Generationenpark zu entwerfen, in dem neue Angebote für Aktion und Erholung, wie Trendsport- und Skateranlagen, Wasserspielplatz und anderes mehr zu finden sein werden.

Der dritte Plan im Maßstab 1:1000 zeigt das Ausstellungskonzept für die Landesgartenschau 2016 – mit dem kompletten Erschließungskonzept, temporären Bauten, Gastronomie, Ausstellungen, Blumenschauen, unter Einbeziehung von Ideen der Verbände, Vereine, Ämter und Partnerstädte sowie mit Vorstellungen zur Einbindung der Region.

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

Von Montag, 9. Mai, bis Freitag, 27. Mai, haben Bayreuths Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, in den Räumen der ehemaligen Stadtbibliothek, Luitpoldplatz 7, die Wettbewerbsbeiträge genau unter die Lupe zu nehmen. Die Ausstellung ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Am 9. Mai von 14 bis 18 Uhr, danach montags bis freitags jeweils von 10 bis 18 Uhr.

Die nächsten Schritte

Und wie geht's weiter mit der Landesgartenschau? In den kommenden Monaten werden die Pläne nach Angaben von Dagmar Voß von der Gesellschaft zur Förderung bayerischer Landesgartenschauen weiter ausgearbeitet und konkretisiert sowie ein Finanzierungskonzept erstellt. Daran schließt sich ein übliches Genehmigungsverfahren an, sodass damit zu rechnen ist, dass im Herbst 2012 mit den ersten Bepflanzungen auf dem Landesgartenschaugelände begonnen werden kann.



Verweise:
[1] http://www.bayreuth.de/cmslink:1682
[2] http://www.bayreuth.de/cmslink:1683
[3] http://www.bayreuth.de/cmslink:1684
[4] http://www.bayreuth.de/cmslink:1685
[5] http://www.bayreuth.de/files/pdf/presse/215LGSJury.pdf
[6] http://www.bayreuth.de/files/pdf/Planungsamt/Landesgartenschau/LGS-Wettbewerb-Erlaeuterungsbericht.pdf
[7] http://www.landesgartenschau.bayreuth.de/
[8] http://www.bayreuth.de/javascript:history.back(-1);