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Landesgartenschau: Eine Landschaft im Fluss

Beginn des ökologischen Umbaus des Roten Mains - Start der Erdarbeiten im Bereich des künftigen Auensees - Grünes Licht für Wasserspielplatz

19.12.13

Noch fließt er in gerader Linie durch die Obere Mainaue. Die Renaturierungsmaßnahmen zum ökologischen Umbau des Roten Mains sind jedoch bereits in vollem Gange - und damit eines der wichtigsten Teilprojekte der Landesgartenschau Bayreuth 2016.

"In mehreren Abschnitten wird der Fluss durch das Wasserwirtschaftsamt Hof in den kommenden Monaten auf einer Länge von ca. 1,2 Kilometer in sein ursprüngliches Bett verlegt. Vier Mäanderbögen und eine Insel ermöglichen dann die Entwicklung artenreicher Wiesen- und Auenvegetation", so die Gartenschau-Geschäftsführer Dagmar Voß und Ulrich Meyer zu Helligen.

Bauarbeiten zur Landesgartenschau.

Attraktion Auensee

Parallel beginnen in diesen Tagen die vorbereitenden Arbeiten für ein weiteres Großprojekt: der Schaffung eines Auensees im künftigen Gartenschaupark. Nach verschiedenen vorbereitenden Maßnahmen wie Baustelleneinrichtung, Vermessung und oberflächlicher Entwässerung erfolgen die Aushubarbeiten für den bis zu 2,80 Meter tiefen und zwei Hektar großen See mit seinen zwei kleinen Inseln im Frühjahr 2014. In den Auensee hinein ragt später auch die Veranstaltungsbühne. "Eine ganz große Attraktion für alle Besucher", sind sich die beiden Geschäftsführer sicher. Und ein Anziehungspunkt, der auch über die Gartenschau hinaus dauerhaft erhalten bleibt.

Urzeitlicher Erlebnisbereich

Heute schon weithin bekannt ist das im Südosten Bayreuths gelegene Geotop Bodenmühlwand. Dort gefundene Fossilien inspirierten das Planungsbüro Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden, das Thema Urwelt auch in die Landesgartenschau einzubinden. Abgestimmt mit dem Amt für Umweltschutz entsteht nun direkt am Roten Main ein Wasserspielplatz, in dem stilisierte Urwelt-Fossilien zum Spielen und Entdecken einladen. Die Anpflanzung von Sumpfzypressen verstärkt den urzeitlichen Charakter dieses Erlebnisbereiches.

Alle Planungen und baulichen Maßnahmen sind im Zeitplan. Die Erdarbeiten werden je nach Witterungslage auch in den Wintermonaten fortgeführt. 

   
 

KONZEPT, IDEE UND ZAHLEN

Die oberfränkische Kulturmetropole Bayreuth ist vom 22. April bis 9. Oktober 2016 Ausrichterin der Bayerischen Landesgartenschau. Im Bereich der Oberen Mainaue entsteht hierfür in einem Talraum eine neue Parkanlage - geplant von den Berliner Landschaftsarchitekten Hahn Hertling von Hantelmann.

Symbolfigur und "Gastgeberin" der Gartenschau ist Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Die in ihrer Zeit geschaffenen barocken Grünanlagen und Bauten wie das UNESCO-Welterbe Markgräfliches Opernhaus, die Eremitage oder das Lustschloss Fantaisie mit dem ersten deutschen Gartenkunstmuseum prägen noch heute Stadt und Region.

Wilhelmines künstlerische Visionen stehen auch bei der Gestaltung des Landesgartenschauareals Pate. Entlang des Roten Mains schlägt der neue Park eine Brücke zwischen historischer Innenstadt, Hofgarten und Eremitage - und schafft einen einzigartigen, dauerhaften Grün- und Erholungsraum. Modern und dennoch verspielt, macht dieser "Lust-Garten" mit seinen Wasserbereichen und Gartenkabinetten in bester Bayreuther Gartentradition Appetit auf eine landschaftliche Entdeckungsreise.

Das Investitionsvolumen beträgt 9,6 Millionen Euro (netto). Gefördert werden die Bauvorhaben mit 3,6 Millionen Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz. [ mehr [1] ]  

 
 


Verweise:
[1] http://www.bayreuth.de/cmslink:1991
[2] http://www.bayreuth.de/javascript:history.back(-1);