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Musikalische Früherziehung

Der Unterricht baut auf dem Lehrplan des "Verbandes Deutscher Musikschulen" auf, führt die Kinder spielerisch an die Musik heran und legt Grundlagen für späteren Instrumentalunterricht. Für 4 jährige Kinder ist ein zweijähriges Kursprogramm vorgesehen, für 5 jährige beträgt die Kursdauer ein Jahr. Für Schulkinder ist die Musikalische Grundausbildung ab 6 Jahren vorgesehen. Die Kurse finden in kleinen überschaubaren Gruppen bis max. 12 Kindern einmal wöchentlich statt und dauern jeweils 45 Minuten.

Musikalische Früherziehung

Musikalische  Früherziehung

Unterrichtsziele für das 1. und 2. Jahr Musikalische Früherziehung

1. Musikpraxis:

1.1. Singen und Sprechen:

  • Umgang mit Atem, Stimme, Sprache
  • Atmung und Stimmbildung
  • Sprecherziehung
  • Erweiterung des Tonumfanges
  • Ausdrucksmöglichkeiten des eigenen Stimmapparates
  • Erwerb eines Liedrepertoires


1.2. Musik und Bewegung:

  • Tradierte Tänze
  • Bewegungsgestaltung und -improvisation
  • Bewegung als Ausdrucks-, Wahrnehmungs- und Verständigungsmedium
  • Bewegung zur Vermittlung und Vertiefung von anderen Sachbereichen
  • Wechselwirkung zwischen Musik und Motorik erfahren
  • Szenisches Spiel


1.3. Elementares Instrumentalspiel:

  • Umgang, Spielweisen und Spieltechnik des Elementarinstrumentariums (vor allem mit dem Orff-Instrumentarium, z. B. Trommeln, Xylophon und vieles mehr)
  • Liedbegleitung
  • Verklanglichung von Bildern, Texten und Geschichten
  • Traditionelles und experimentelles Spiel mit Instrumenten


2. Musikhören:

  • Gehörbildung (Intervalle, Instrumente)
  • Anleitung zum aktiven Hören
  • spielerisches Arbeiten mit unter anderem klassischen Werken
  • komplexe Musik hörend verfolgen, beschreiben und wieder erkennen


3. Instrumenteninformation:

  • Kinder können traditionelle Instrumente unter fachkundiger Anleitung ausprobieren
  • Instrumentenkunde, bzw. Entscheidungshilfen für die spätere Instrumentenwahl
  • Bau- und Spielweise, Material des jeweiligen Instrumentes
  • Benennung einzelner Bauteile


4. Musiklehre:

  • Musikalische Parameter und deren praktische Ausführung
  • Rhythmische Figuren lesen, spielen, hören (Notenwerte, Pausen)
  • Graphische Notation (z.B. von Melodieverläufen)
  • Dynamik (z.B. laut-leise)
  • Tonhöhenverständis (z.B. hoch, tief)
  • Einführung in die traditionelle Notation (Musikzeichen, Notenwerte)
  • Im 2. Jahr Notennamen und deren praktische Ausführung


5. Allgemein:

  • Taktile, visuelle, auditive Wahrnehmung sensibilisieren
  • ganzheitlicher Umgang mit musikalischen Themen und allgemeiner Musiktheorie
  • Förderung der motorischen Fähigkeiten
  • Auf allen Ebenen selbst kreativ tätig werden
  • Musizier-, Sing- und Tanzformen selbstständig durchführen
  • Erfahrungen in der Gruppe sammeln


Musikalische Spielkreise:


Spielkreis Blockflöte   (ab 6 Jahre, im Anschluss zur  Musikalischen Früherziehung und für Quereinsteiger)
Elementare Kenntnisse von Noten und Notenwerten werden erlernt, erste Anfänge der Blastechnik vermittelt. Auch die Instrumentenfamilien werden projektweise durchgenommen.  
Bläserbande   (ab 7 Jahre, im Anschluss zur Musikalischen Früherziehung und für Quereinsteiger)
Die Kinder lernen in der Gruppe die klassischen Orchesterinstrumente Querflöte, Oboe, Klarinette und Fagott. Die Instrumente sind, was Größe und Gewicht betrifft, der kindlichen Hand angepasst. Die Ausbildung umfasst 2 Jahre, in denen die Kinder nach ca. 6 - 8 Wochen im Instrumentenkarussel ihr Instrument ausgewählt haben. Ziel soll es sein, gemeinsam musizieren, aufeinander zu hören, Grundkenntnisse der Noten im Umfang einer Oktave, einschließlich chromatischer Töne auf dem Instrument zu erlernen, mehrstimmiges Spiel. Nach diesen "instrumentalen Grundkurs" können die Kinder ihre Kenntnisse im Einzelunterricht ausbauen, vertiefen.


Musikalische Grundausbildung

(ab 6 Jahren für Schulkinder)

Musikalische Grundausbildung

Unterrichtsziele:

1. Musiklehre

  • Graphische Notationsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen
  • traditionelle Notenschrift (c' bis c'')
  • Ganze Note, Halbe Note, Viertelnote, Achtelnote und entsprechende Pausenzeichen
  • Taktarten und Taktzeichen
  • Violinschlüssel

2. Rhythmus

Die Rhythmussprache ist Fundament für die Entwicklung und Entfaltung eines sicheren Rhythmusgefühls bei Kindern. Zu Beginn werden den Rhythmusmotiven Silben unterlegt.

Sprachrhythmus, Körper und Instrumente dienen in verschiedenen Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten als Übungsfeld.


3. Singen und Sprechen

  • Erfahrungen mit dem Atem
  • Stimm- und Sprechbildung
  • Stimmwerkzeuge, Lautbildung, Artikulation
  • Vokales Improvisieren und Gestalten
  • Tonraum entwickeln, sichere Intonation
  • Lieder singen (altes und neues Liedgut)

4. Elementares Musizieren

  • Klangexperimente, Klangspiele, Spieltechniken
  • Elementares Instrumentarium als Liedbegleitung und -gestaltung
  • Das Zusammenspiel
  • Gestalten von Klanggeschichten mit allerlei Instrumenten und Schallerzeugern (Ersatzinstrumente: Steine, Holz, Wasserflaschen...)

5. Musik und Bewegung

  • Wir lernen unseren Körper kennen
  • Bewegungen koordinieren, differenzieren und variieren
  • Körpersprache in Wechselwirkung mit musikalischen Elementen
  • Vorbereiten und Erleben von Tanzformen und Gruppentänzen
  • Tänze aus anderen Ländern

6. Musikhören

  • Charakteristische Klangfarben
  • Musik in unserer Umwelt
  • Hören von Tonunterschieden
  • Tonvorstellungen und Notation
  • Hören unterschiedlicher Musikrichtungen: Stile, Epochen, Kulturen
  • Musik kann etwas erzählen

7. Instrumenteninformation

  • Tonerzeugung, verschiedene Klänge
  • Die Instrumentenfamilien
  • Selbstgebaute Instrumente