Stadt Bayreuth

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25.10.2006

Quo vadis Bayreuth?

Bayreuth aus der VogelperspektiveWie soll Bayreuth in 15 oder 20 Jahren aussehen? Mit welchem Profil und welchen Stärken will sich die Stadt dann im immer schärfer werdenden Wettbewerb der Standorte um Wirtschaftskraft und Bevölkerungspotential erfolgreich positionieren? Diese grundlegenden Fragen will die “Stadtentwicklungskommission Bayreuth 2020” künftig verstärkt in den Fokus ihrer Aktivitäten stellen. Dabei soll ein breit angelegter Diskussionsprozess entstehen, in den möglichst viele Akteure der Stadtentwicklung eingebunden werden.

Die im Jahr 2001 gegründete Kommission vereint Vertreter der Stadtratsfraktionen, der Wirtschaftskammern, der Universität sowie der städtischen Referate und Dienststellen an einem Tisch, um wesentliche Zukunftsfragen zu diskutieren.

Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung im Rathaus stand nur ein Punkt – nämlich die Frage, ob es die Kommission überhaupt braucht und wie ihre Arbeit zielgerichteter organisiert werden könnte. Angestoßen hatte die Debatte Stadträtin Sigrid Engelbrecht (Bündnis 90/Die Grünen und Unabhängigen), die die bisherige Arbeitsweise des Gremiums als äußerst ineffektiv kritisiert hatte. Engelbrechts Forderung nach konkreten und klar definierten, zukunftsbezogenen Aufgabenstellungen stieß bei den Kommissionsmitgliedern auf ungeteilte Zustimmung.

Umfassender Dialog mit der Bevölkerung

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl unterstrich die Notwendigkeit, mittel- und langfristige Entwicklungsperspektiven der Stadt Bayreuth auf der Grundlage eines umfassend geführten Dialogs mit der Bevölkerung zu definieren. “Stadtentwicklung ist kein einseitiges Geschäft des Rathauses. Wir brauchen möglichst viele Impulse und Anregungen von außen. Und um diese zu gewinnen, müssen wir mit allen relevanten Akteuren ins Gespräch kommen”, so der Oberbürgermeister – womit zugleich das künftige Aufgabenspektrum der Stadtentwicklungskommission umschrieben wäre.

Die will nun ihre Arbeitsweise grundsätzlich neu strukturieren, will sich einen deutlich gestrafften Sitzungsturnus geben, will Arbeitsgruppen zu maßgeblichen Themen von Stadtentwicklung und Marketing gründen, Zielprojektionen entwickeln sowie Stärken und Schwächen der Stadt analysieren – immer unter der Prämisse einer möglichst breiten Bürgerbeteiligung. Und weil ein solcher Prozess eben auch professioneller Anleitung bedarf, hofft man nun im Rathaus auf die kompetente Mithilfe der Universität, in der der Oberbürgermeister den idealen Moderator und Partner für die nun anstehende Grundlagenarbeit sieht.