Stadt Bayreuth

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12.09.2007

RWG fit fürs achtstufige Gymnasium

Das Ausbauprogramm der Stadt für Bayreuths Schulen hält Planer und Baufirmen ebenso auf  Trab wie Schüler, Lehrer und Eltern. Schlag auf Schlag geht es derzeit, wenn die Stadt ihre Gymnasien fit für das G 8 macht. Aktuelles Beispiel: Am Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) weihte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl jetzt nach knapp 14 Monaten Bauzeit einen rund 800.000 Euro teuren Erweiterungsbau ein, der der Ganztagsbetreuung der Schüler des RWG dient.

Es tut sich was an Bayreuths Schulen. Selten zuvor haben die baulichen Erfordernisse einer sich im Umbruch befindlichen Schullandschaft die Stadt derart intensiv beschäftigt, wie gegenwärtig. „Bildung ist Zukunft – in Bayreuth wird dieser Slogan zur gelebten kommunalen Praxis“, freute sich Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl bei der Einweihung der neuen Ganztagsbetreuung. Kaum eine Schule im Stadtgebiet, die derzeit nicht mit viel Aufwand auf Vordermann gebracht oder den baulichen Erfordernissen neuer bildungspolitischer Leitsätze angepasst wird. Und auch unabhängig von den „Großbaustellen“ des achtstufigen Gymnasiums oder der Ganztagsbeschulung wurden die vergangenen Wochen der Sommerferien an vielen Schulen im Stadtgebiet für intensive Modernisierungs- und Verschönerungsarbeiten genutzt. „Ein Sanierungsmarathon als Investition in den Familien- und Wirtschaftsstandort Bayreuth“, so das Stadtoberhaupt.

Die Baumaßnahme am Richard-Wagner-Gymnasium wurde notwendig durch die neuen Erfordernisse an eine qualifizierte und pädagogisch sinnvolle Betreuung, wie sie die Einführung des achtstufigen Gymnasiums in Bayern mit sich bringt. Der zweigeschossige Baukörper gliedert sich in zwei Gebäudeteile, die durch ein Treppenhaus verbunden sind. Er bietet im Erdgeschoss unter anderem Platz für eine Cafeteria, einen Speisesaal, eine Küche und Sanitärräume. Im Obergeschoss entstand Platz fürs Studieren, Lesen und Lernen sowie für einen vielseitig verwendbaren Gruppen-Mehrzweckraum. Insgesamt stehen der Schule jetzt 500 Quadratmeter an neuen Räumlichkeiten zur Verfügung, die ein modernes Wärmedämmverbundsystem als energiesparende Außenhaut erhalten haben.

Die Finanzierung der rund 800.000 Euro teuren Investition erfolgte einmal mehr in weiten Teilen aus staatlichen Fördermitteln des Bundes und des Freistaats Bayern. Aus dem städtischen Haushalt flossen für das Neubauprojekt rund 210.000 Euro an Eigenmitteln mit ein.

Mit zusätzlichen städtischen Haushaltsmitteln in Höhe von weiteren rund 100.000 Euro wurden zudem parallel zum Neubau auch die Erneuerung der Pausenhofflächen des RWG und neue Fahrradstellplätze in Angriff genommen. Neue Lampen wurden installiert und das Amphitheater neu eingepflanzt. Auch diese Arbeiten konnten jetzt fertiggestellt werden.

Die Planung, Projektleitung und die Möblierung der Neubaumaßnahme lagen in den Händen des städtischen Hochbauamtes. Für die dafür notwendige Ausschreibung und Bauleitung zeichnet das Architekturbüro Schmälzle & Partner verantwortlich. Die Baustelle konnte ohne Probleme und Unfälle abgewickelt werden. OB Dr. Hohl dankte in diesem Zusammenhang den am Bau beteiligten Firmen und der Schulleitung für ihre kooperative und konstruktive Zusammenarbeit.