Stadt Bayreuth

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23.06.2008

Sauber bleiben – Müll vermeiden

Stadt wehrt sich gegen wilde Mülldeponien an den Wertstoffsammelplätzen

Das Rathaus wehrt sich gegen die zunehmende Verschmutzung der Wertstoffsammelplätze im Stadtgebiet. Bei einem Pressegespräch hat Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl jetzt auf den enormen personellen wie finanziellen Aufwand hingewiesen, den der Stadtbauhof alljährlich zu schultern hat, um die rund 80 Sammelplätze im Stadtgebiet von Restmüll- und Sperrmüllablagerungen zu reinigen.

Anzeige Allein im vergangenen Jahr beliefen sich die Entsorgungskosten hierfür auf rund 270.000 Euro. Zugleich gab der Oberbürgermeister den Startschuss für eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit des Stadtbauhofes, um für diese Problematik zu sensibilisieren.

“Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger und wir bitten sie, uns zu helfen, der Unsitte wilder Deponien an den Wertstoffsammelplätzen Herr zu werden”, so Dr. Hohl.

Die Stadt Bayreuth halte eine Vielzahl von Sammelsystemen  für die unterschiedlichsten Wertstoffe bereit, so der Oberbürgermeister. Den rund 80 Sammelplätzen für Wertstoffe, die mit Containern für Altglas, Altpapier und Weißblech ausgestattet sind, komme dabei eine besonders wichtige Rolle zu. “Eine umweltfreundliche Abfallwirtschaft braucht das Engagement eines jeden. Wenn hier einzelne Sand ins Getriebe streuen, müssen letztlich dafür alle die Konsequenzen tragen”, betont OB Dr. Hohl.

Die Wertstoff-Sammelcontainer werden, sobald sie voll sind, umgehend geleert, vom Abfuhrunternehmen abgefahren und regelmäßig kontrolliert. Besonders stark frequentierte Sammelplätze haben, soweit dies aus Platzgründen möglich war, zusätzliche Container bekommen, damit zu jeder Zeit ausreichende Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Der Aufwand, den die Stadt hier betreibt, ist enorm: Die Containerstellplätze werden täglich angefahren und gereinigt. Trotz dieser Bemühungen sind aber viele Stellplätze stark verschmutzt – mit weiter steigender Tendenz. So finden sich dort neben den Wertstoffcontainern so gut wie alle Arten von Restmüll und auch große Mengen Sperrmüll, die entsorgt werden müssen. Die Palette reicht von mit Kleinmüll befüllten Säcken über gelbe Wertstoffsäcke für Verpackungsmaterialien bis hin zu alten Elektrogeräten und Möbel.

630 Tonnen Abfälle im Jahr, die wild deponiert werden

Im vergangenen Jahr mussten rund 630 Tonnen Abfälle von den Wertstoffsammelplätzen im Stadtgebiet abgefahren werden. Zu Wochenbeginn werden durchschnittlich 3 bis 4,5 Tonnen Abfälle aller Art beim Reinigen der Stellplätze entfernt. Insgesamt belaufen sich die von der Stadt für die Reinigung der Sammelplätze aufgebrachten Kosten auf jährlich rund 270.000 Euro. Darin enthalten sind Entsorgungskosten für die Anlieferung des Mülls an der Umladestation an der Weiherstraße in Höhe von 64.000 Euro.

Darüber hinaus beeinträchtigen die Verschmutzungen natürlich das gesamte Stadtbild. Insbesondere die Anlieger von Wertstoff-Sammelplätzen fühlen sich durch derartige wilde Deponien belästigt.

Stadt bietet zahlreiche kostenfreie Entsorgungswege an

Die Verschmutzungen sind umso ärgerlicher, als die Stadt eine breite Palette von Sammelsystemen für unterschiedlichste Abfälle anbietet. So können zum Beispiel Elektrogeräte und Eisenschrott neben über 20 weiteren Abfallarten im städtischen Reyclinghof abgegeben werden. Für Mehranfall an Hausmüll gibt es die grünen Müllsäcke der Stadt, die bei den Bürgerdiensten oder beim Stadtbauhof erhältlich sind. Sperrmüll wird vom Bauhof haushaltsnah nach vorheriger Anmeldung kostenlos abgeholt oder kann mit einem Berechtigungsschein kostenfrei an der Müllumladestation abgegeben werden.

Über die örtlichen Medien und die städtische Abfallfibel, die alljährlich kostenlos an alle Bayreuther Haushalte verteilt wird, hat die Stadt schon bislang versucht die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Zudem ermittelt der Bauhof im Falle wilder Ablagerungen auch selbst und stellt den entstandenen Schaden in Rechnung. “In aller Regel sind wir aber auf die aufmerksame Mithilfe der Anwohner angewiesen, um die Verursacher zu ermitteln”, appelliert OB Dr. Hohl an Bayreuths Bürgerinnen und Bürger.

Mit Hilfe einer Anzeigenserie in mehreren örtlichen Medien, mit Plakaten, Radio-Spots, Infos im Internet und Hinweisschildern an den Sammelplätzen soll daher in den kommenden Wochen die Problematik verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung getragen werden.

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