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20.08.2010

Schicht bis in die Nacht

Saugroboter reinigt die Becken des Kreuzsteinbads

Ein Saugroboter reinigt die Becken des Kreuzsteinbads vollautomatisch.Wenn die Badegäste längst zu Hause sind, beginnt seine Schicht: Jeden Abend reinigt ein Roboter die Becken des Kreuzsteinbads Bayreuth. Sein Name „mariner navigator“ ist gut gewählt, denn das Gerät arbeitet unter Wasser und navigiert dabei selbstständig.

Gegen 20 Uhr abends setzt ein Mitarbeiter der BVB Bayreuther Verkehrs- und Bäder- GmbH den Roboter in Betrieb. Jeden Tag steht ein anderes Becken auf dem Einsatzplan. Es geht dabei um die vollständige Beseitigung von Fremdteilchen, so dass die Tour zum Beispiel im Schwimmerbecken ca. vier bis fünf Stunden dauert. Das Team des Freibads kann in dieser Zeit den Feierabend genießen. „Unser Gehilfe erfüllt seine Aufgaben vollautomatisch“, berichtet Kreuzsteinbad-Leiter Olaf Schurig. Eine manuelle Steuerung per Funk sei zwar möglich, aber nicht nötig. Dank mikroprozessorgesteuerter Technik erkennt der „intelligente“ Roboter sogar nicht-parallele Wände wie die im Wellenbecken.

Saugen und bürsten
Mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 Zentimetern pro Sekunde fährt der Navigator jeden Zentimeter Beckenboden ab. Bürstenwalzen lösen Sinkstoffe vom Boden, eine gegen Verstopfungen gefeite Pumpe saugt das Wasser an. Haare, Blätter, Sandkörnchen verschwinden wie bei einem „Land-Staubsauger“ im Inneren des Geräts, konkret im Fein- und Grobfilter. Die Entfernung der Schmutzpartikel verhindert eine Trübung des Wassers, doch sie hat nicht nur ästhetische Gründet. Denn: Je weniger organische Teilchen sich im Wasser befinden, desto effektiver ist die während der Badezeit permanent laufende Wasseraufbereitung. An sich ungefährliche Blätter oder Hautpartikel werden also beseitigt, weil sie die Neutralisation pathogener Keime behindern.

Automatische Abschaltung
Hat das Gerät seine Reinigungstour beendet, schaltet es sich ab. Am nächsten Morgen hieven Mitarbeiter des Kreuzsteinbads den Roboter ins Trockene und säubern seine  Filterkerzen. Danach ist er bestens gerüstet für die nächste abendliche Aktion. Früher sei die gründliche Säuberung der Becken Handarbeit gewesen, blickt Schurig zurück. „Da ist so ein Saugroboter schon eine enorme Erleichterung und auch wesentlich günstiger.“