Stadt Bayreuth

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14.09.2012

Schnelles Internet für Wolfsbach und Oberkonnersreuth

Die beiden Ortsteile sind jetzt an die schnellere Datenautobahn angeschlossen
Beim Startschuss für das schnelle Internet: Fredy Schmidt von der städtischen Wirtschaftsförderung, Wolfsbachs Ortssprecher Matthias Unger, Klaus Markert von der Telekom, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Thomas Engel von der Regierung von Oberfranken, Daniel Roppelt sowie Christopher Laatsch von der Telekom (von links)Nach knapp einjährigen Arbeiten konnte der Ausbau der Breitbandinfrastruktur in den Stadtteilen Oberkonnersreuth und Wolfsbach erfolgreich abgeschlossen werden. Die Bürger können sich nun über Datentransferraten von bis zu 16Mbit/s freuen. Dazu birgt die neue Technik Potential für einen Ausbau auf bis zu 50 Mbit/s und mehr. Die neue Anschlussstelle an die Datenautobahn wurde am 14. September im Vereinsheim der Freiwilligen Feuerwehr Wolfsbach von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Ortssprecher Matthias Unger, Thomas Engel von der Regierung Oberfranken sowie Klaus Markert von der Telekom feierlich eingeweiht.  

Der Ausbau der Breitbandinfrastruktur in Oberkonnersreuth und Wolfsbach wurde von der Stadt Bayreuth initiiert und beauftragt. Grundlage der Maßnahme war eine umfangreiche Infrastrukturerhebung, die im Jahr 2010 durchgeführt wurde, sowie ein Markterkundungs- und Auswahlverfahren nach den Vorgaben der Bayerischen Breitbandrichtlinien.

Im Juni 2011 konnte die Vertragsunterzeichnung mit der Deutschen Telekom erfolgen und der Startschuss für das Projekt gegeben werden. Nach etwas mehr als einem Jahr seien fünf nähere Knotenpunkte eingerichtet und vier Kilometer Glasfaserkabel verlegt worden, so Klaus Markert, Projektleiter der Telekom für den Breitbandausbau in der Region Süd. Die Kunden hätten nun Zugang zu Datenraten zwischen sechs und 16 Mbit/s. Zwischen sechs und 16 Mbit/s deshalb, weil die Internetgeschwindigkeit davon abhänge, wie nah der Kunde am nächsten Knotenpunkt wohnt, erläuterte Markert. Da die herkömmliche Telefonleitung, über die auch der Datenstrom geschickt wird, aus Kupfer besteht, wird das Signal Meter um Meter gedämpft. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern kommt auch das stärkste Signal nicht mehr durch. Daher musste die Telekom die Technik in Bayreuth erweitern, um die Bürger mit DSL zu versorgen. Die Stadt Bayreuth übernahm hierfür einen Teil der Ausbaukosten. „Der Netzausbau in ländlichen Regionen ist meistens mit hohen Investitionen verbunden. Pro Kunde müssen wesentlich weitere Entfernungen überwunden werden als in der Stadt“, sagt Markert. „Allein ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau kostet bis zu 70.000 Euro. In vielen Fällen sind wir daher bei den Baukosten auf die Unterstützung der Gemeinden angewiesen.“ Nicht enthalten sind die Kosten für Strom, Wartung, Instandsetzung sowie für die Einbindung in die globale Infrastruktur der Telekom. Diese Kosten übernimmt allein die Deutsche Telekom.

DSL ist wichtiger Standortfaktor

Die Telekom hat bundesweit bereits über 3500 DSL-Ausbaukooperationen mit Gemeinden geschlossen. Jedes Jahr investiert das Unternehmen mehrere Milliarden Euro in den Netz-Ausbau. Jede Stunde wächst das Telekom-Glasfasernetz um eineinhalb Kilometer. Trotz des enormen Aufwands treibt die Telekom den Ausbau von schnellem Internet auf dem Land seit Jahren voran. „Weil wir wissen, dass ein schneller Internetzugang auch in ländlichen Regionen ein immer wichtigerer Standortfaktor ist“, so Markert. Dem stimmte auch Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der Einweihungsfeier der neuen Breitband Infrastruktur zu und betonte, dass ohne schnellen Internetzugang die heutige Welt kaum noch denkbar sei. So könne der Zugang zu schnellem Internet für Firmengründungen oder Familienniederlassungen ein wichtiger Standortfaktor sein: „Mein Dank gilt der Telekom für die gute Zusammenarbeit beim Ausbau des DSL-Netzes“, so die Oberbürgermeisterin. „Der jahrelange Kampf um eine bessere Infrastruktur in Sachen Kommunikation hat damit für Wolfsbach endlich einen positiven Abschluss gefunden.“

Mehr Breitband für alle

 
Dank DSL (Digital Subscriber Line) können die Bürger in den Bayreuther Stadtteilen Oberkonnersreuth und Wolfsbach jetzt schneller im Internet surfen, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen. Über 600 Haushalte haben neue Auffahrten auf die weltweite Datenautobahn. Sie können die höheren Internet-Geschwindigkeiten ab sofort buchen – ohne Zusatzkosten. Weitere Informationen zu Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten oder Tarifen erhalten interessierte Bürger unter der kostenlosen Rufnummer (0800) 330 3000.

In Aussicht stellte Markert abschließend noch eine Erweiterung der Bandbreite auf bis zu 50 Mbit/s durch VDSL. Hierfür müssten sich allerdings genug Interessenten finden lassen, um einen wirtschaftlichen Ausbau sicherzustellen. „Wenn mindestens 15 Kunden Interesse haben, kann es losgehen“, so Markert.