Stadt Bayreuth

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31.05.2010

Schopenhauer Thema in der Stadtbibliothek

In diesem Jahr jährt zum 150. Mal der Todestag von Arthur Schopenhauer. Im Gedenken an den großen deutschen Philosophen und Schriftsteller finden im Juni in der Stadtbibliothek, Luitpoldplatz 7, mehrere Veranstaltungen statt. Sie werden in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth und dem Kleinen Plakatmuseum angeboten.

Unter dem Motto “Schopenhauer and friends – Große Denker auf Plakaten” zeigt die Stadtbibliothek in ihrem Ausstellungsraum von Dienstag, 8. Juni, bis Donnerstag, 1. Juli, eine kleine Plakat-Ausstellung. Sie ist montags und samstags von 10 bis 13 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 19 Uhr sowie mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Zur Vernissage am 8. Juni, ab 20 Uhr, liest Franz Joachim Schultz aus seinem Buch “Die Welt in Willis Vorstellung”. Willi ist ein Zeitgenosse, der sich die Gedanken Schopenhauers – insbesondere aus seinem Hauptwerk “Die Welt als Wille und Vorstellung” – auf besonders eigenwillige Weise zueigen gemacht hat: komisch und chaotisch.

Lesung mit Otto A. Böhmer

Zur Finnisage am Dienstag, 29. Juni, ebenfalls um 20 Uhr, findet im Lesesaal der Stadtbibliothek eine weitere Lesung statt. Otto A. Böhmer liest aus seinem neuen Buch “Schopenhauer oder die Entdeckung der Altersweisheit”. Schopenhauer, unter den großen Philosophen einer der sprachgewaltigsten, kann als der eigentliche Erfinder der Altersweisheit gelten. Von ihm lassen sich Einsichten beziehen, die nicht unbedingt glücklich machen, dafür jedoch beträchtliche Gelassenheit vermitteln. Was man bekommt, wenn man auf Schopenhauer als Lebensberater setzt, davon erzählt dieses Buch. Es zeigt, dass man sich seiner Philosophie bedienen kann, ohne zum Schopenhauerianer werden zu müssen.

Otto A. Böhmer hat Philosophie, Politologie, Soziologie und Literaturwissenschaft studiert und über Johann Gottlieb Fichte promoviert. Mit seinen Büchern über namhafte Denker ist er bekannt geworden, auch mit seinem Nietzsche-Roman “Der Hammer des Herrn”. Zuletzt erschienen von ihm: “Der Zuwender” (2008) und “Wenn die Eintracht spielt” (2007). Böhmer lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer, Rundfunkautor, Filmemacher und Literaturkritiker in der Wetterau.

Anlässlich des Schopenhauer-Monats präsentiert die Stadtbibliothek außerdem Bücher über und von Schopenhauer sowie andere interessante Medien aus dem Bereich der Philosophie in einer kleinen Ausstellung.

Hintergrund: Arthur Schopenhauer

Schopenhauer, am 22. Februar 1788 in Danzig geboren, entstammte einer patrizischen Kaufmannfamilie. Die ungeliebte Kaufmannlehre in Hamburg brach er nach dem Tod des Vaters ab und übersiedelte zur Mutter nach Weimar, die einen literarischen Salon führte und bald zur berühmten Schriftstellerin avancierte. Seit 1809 studierte er in Göttingen Naturwissenschaften, ab 1811 Philosophie in Berlin. Nach der Dissertation 1813, einer kurzen Zusammenarbeit mit Goethe über die Farbenlehre und dem Zerwürfnis mit Mutter und Schwester zog er nach Dresden. Auf eine Italienreise folgte 1820 der Versuch einer Lehrtätigkeit an der Berliner Universität, die aber an mangelndem Interesse scheiterte, das sich damals vor allem dem Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel zuwandte. Von 1831 an lebte er zurückgezogen in Frankfurt am Main als Privatgelehrter und Junggeselle. Schopenhauer starb am 21. September 1860.

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