Stadt Bayreuth

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24.11.2006

Schulterschluss in Sachen KVB

Stadt, Landkreis und die Mitarbeiter der von der Auflösung bedrohten örtlichen Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) üben den Schulterschluss: Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel informierten bei einem Besuch der KVB-Bezirksstelle über die intensiven politischen Bemühungen zum Erhalt des bisherigen Aufgabenspektrums am Standort Bayreuth. Zugleich signalisierten sie die volle Unterstützung von Stadt und Landkreis für die auf der Ebene der KVB-Mitarbeiter sowie der Ärzteschaft initiierten Protestaktionen.

Wie bereits berichtet, haben sich die Städte Augsburg, Bayreuth, Straubing und Würzburg zu einer konzertierten Aktion zusammengeschlossen. Sie protestieren unisono gegen die drohende Personalreduzierung und Aufgabenverlagerung von den dortigen KVB-Bezirksstellen in die Ballungszentren und fordern bei Ministerpräsident Edmund Stoiber sowie bei der zuständigen Ressortministerin Christa Stewens politische Unterstützung ein.

Inzwischen haben die vier Oberbürgermeister auch Schreiben an die Mitglieder der KVB-Vertreterversammlung auf die Reise geschickt. Das Gremium tagt an diesem Wochenende in München und wird bei der Umsetzung der vom KVB-Vorstand initiierten Reorganisationspläne ein gewichtiges Wort mitzureden haben.

Ebenfalls an die Adresse der Vertreterversammlung sind auch die inzwischen von den betroffenen Mitarbeitern der Bayreuther Bezirksstelle sowie aus dem Kreis der Ärzteschaft formulierten Protestbriefe gerichtet. Stadt, Landkreis und Belegschaft sehen in einem Einwirken auf dieses Gremium die erfolgversprechendste Option auf ein Abwenden der Umstrukturierungspläne in letzter Minute.

Landrat und Oberbürgermeister nahmen von ihrem Besuch in der Bayreuther Bezirksstelle zudem den eindeutigen Eindruck mit, dass die Mitarbeiter bereit für Rationalisierungskonzepte sind. „Die Belegschaft will diesen Prozess aber offen diskutiert sehen. Sie will die gegenwärtigen Herausforderungen annehmen und sich dabei vor allem mit ihrer langjährigen Erfahrung und Sachkenntnis einbringen können“, betonen Dr. Hohl und Dr. Dietel. Beide zeigen sich überzeugt davon, dass der KVB-Standort in Bayreuth wettbewerbsfähig sein könne und die Möglichkeiten hierfür bislang bei weitem nicht ausgeschöpft wurden.