Stadt Bayreuth

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12.10.2006

Schulterschluss in Sachen Tourismus

Die Stadt, die Kongress- und Tourismuszentrale und Bayreuths Übernachtungsanbieter wollen künftig noch enger zusammenarbeiten, wenn es darum geht, die touristischen Potentiale Bayreuths zu vermarkten. Dies ist das einhellige Fazit einer Gesprächsrunde, zu der Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl Vertreter der Bayreuther Hotellerie, der Gasthöfe und Pensionen ins Rathaus eingeladen hatte.

Das Angebot des Oberbürgermeisters, die maßgeblichen Akteure der Bayreuther Tourismusbranche an einem Tisch zu versammeln und Möglichkeiten einer noch engeren Zusammenarbeit auszuloten, stieß auf großes Interesse. Das engere Bayreuther Übernachtungsgewerbe fand fast vollzählig den Weg ins Rathaus und bekundete dort seine Bereitschaft, diesen Dialog weiter im Rahmen eines Arbeitskreises fortzuführen.

Kooperation das Gebot der Stunde

Auch in der Bayreuther Tourismusbranche lautet das Gebot der Stunde Kooperation und Vernetzung. OB Dr. Hohl bezeichnete ein neues Miteinander aller relevanten Akteure in Sachen Tourismus als wesentliches Ziel der künftigen Aktivitäten des Rathauses. „Bayreuth hat für den attraktiven Städtetourismus hervorragende Potentiale zu bieten: Die gilt es gemeinsam noch besser abzurufen und bewusst zu machen“, so der Aufruf des Oberbürgermeisters zur Zusammenarbeit. Ein Ansatz, der letztlich ohne Alternative sei, denn angesichts eines immer schärfer werdenden Wettbewerbs der Städte müsse jeder begreifen, dass der Weg zum Erfolg nur gemeinsam beschritten werden könne. Eine Einschätzung, die in der Gesprächsrunde auf breite Zustimmung stieß.

Dass die Zeichen für Bayreuths Toruismusbranche auf Fortentwicklung stehen, daran ließ der Oberbürgermeister ebenso wie Bayreuths Verkehrsdirektor Jan Kempgens keinen Zweifel: Von der – hoffentlich erfolgreichen – Bewerbung um die Aufnahme des markgräflichen Bayreuths und seiner hochkarätigen historischen Sehenswürdigkeiten in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes verspricht man sich im Rathaus wie bei der Kongress- und Tourismuszentrale kräftige Impulse. Die Stadt, so Dr. Hohl, werde das laufende Bewerbungsverfahren nach Kräften unterstützen und die gegebenen Möglichkeiten energisch nutzen, um die markgräflichen Attraktionen Bayreuths erfolgreich zu vermarkten.

Doppeljubiläum 2008/2009

Die erste Probe aufs Exempel hierfür soll das 2008/2009 anstehende Doppeljubiläum der Markgräfin Wilhelmine (250. Todestag / 300. Geburtstag) sein. Dieses will die Stadt mit einem breit angelegten, attraktiven Programm begleiten, das weit über die Grenzen der Region hinaus Beachtung finden soll. Im Kulturausschuss des Stadtrats wurden jetzt bereits erste Weichen für eine umfassende Ideensammlung gestellt, in die sich möglichst viele Bayreuther Bürger, Kulturinteressierte und -schaffende einbringen sollen.

In diesen Rahmen passt dann auch die fürs kommende Jahr anstehende Eröffnung einer hochkarätigen Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlung im Neuen Schloss, von deren Kostbarkeiten sich der Oberbürgermeister bei einem Besuch in den Münchner Restaurierungswerkstätten selber einen nachhaltigen Eindruck verschaffen konnte.

Wichtige Entwicklungsimpulse vor allem für den Bereich Kongresse und Tagungen erwartet Dr. Hohl zudem von einer noch besseren Vernetzung mit der Universität Bayreuth. Auch hier wurden bereits erste Gespräche geführt, sind neue Strukturen im Aufbau. Vor diesem Hintergrund müssten dann auch die nach wie vor mangelhaften Kongresskapazitäten in Bayreuth diskutiert werden.