Stadt Bayreuth

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27.02.2006

Schutzausrüstung vorhanden

Die Stadt Bayreuth bereitet sich seit mehreren Wochen in enger Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen und der Polizei auf einen möglichen Ausbruch der Vogelgrippe in Bayreuth vor. Wie Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz mitteilt, hat der eingesetzte städtische Arbeitsstab unter Vorsitz von Stadtdirektor Dr. Gerhard Böhner und Ordnungsreferent Ludolf Tyll seine Aufgaben erfüllt. Auch sei über den notwendigen vorhandenen Bestand hinaus weitere Schutzausrüstung und Desinfektionsmaterial beschafft worden. Den Bayreuther Geflügelzüchtern werde geraten, ihre Tierbestände gemäß der bestehenden Stallpflicht vorsorglich einzuschließen. Auch innerhalb der städtischen Einrichtungen, wie dem Tierpark Röhrensee, wurden die Wildvögel eingefangen und weggesperrt.

Städtische Außendienste instruiert

Die aktuelle Entwicklung bei der Verbreitung der Vogelgrippe unter den Wildvögeln lässt vermuten, dass es wohl nur noch eine Frage der Zeit sein wird, bis das H5N1-Virus auch im Raum Bayreuth auftritt. “Das Tierseuchenrecht und die hierauf basierenden Notfallpläne enthalten für das behördliche Vorgehen klare Vorgaben beim Auftreten der Vogelgrippe”, so Dr. Mronz. Das Hauptaugenmerk müsse sich dann auf den Schutz der Nutztierbestände sowie auf Maßnahmen richten, die eine weitere Verbreitung der Krankheit verhindern helfen. Die städtischen Außendienste, Stadtbauhof, Stadtgartenamt und Feuerwehr sind über Bergung und Ablieferung aufgefundener toter Vögel einschließlich Schutzmaßnahmen umfassend instruiert.

In diesem Zusammenhang macht die Stadtverwaltung nochmals darauf aufmerksam, dass es sich bei der Vogelgrippe um eine reine Tierseuche handelt, die nur unter außergewöhnlichen Umständen auf den Menschen übertragbar ist. Hierzu ist ein sehr intensiver Kontakt mit einem infizierten Tier notwendig. Eine Infektion von Mensch zu Mensch wurde weltweit bisher nicht nachgewiesen.

Tote Vögel nicht mit bloßen Händen anfassen

Die städtische Ordnungs- und Veterinärbehörde weist jedoch auf Verhaltensregeln hin, die beim Auffinden toter Vögel unbedingt beachet werden müssen: So sollte man keinesfalls tote Vögel mit bloßen Händen anfassen oder einsammeln.  Darauf müssen, so OB Dr. Mronz, vor allem die Kinder hingewiesen werden, worum er Eltern, Kindergärten und Schulen besonders bitte. Ein Übertragungsrisiko des H5N1-Virus durch Tauben oder Singvögel ist nach derzeitiger Meinung der Experten nicht gegeben. Tauben im Stadtgebiet stellen also insoweit grundsätzlich keine zusätzliche Gefahr dar.

Im Gegensatz zu Tauben und Singvögeln haben sich besonders Wasservögel als anfällig für die Vogelgrippe erwiesen. Auf das Füttern von Enten, Gänsen und Schwänen sollte daher bis auf weiteres verzichtet werden. Wer im Stadtgebiet verendete Wasservögel auffindet, wird gebeten, diese nicht selber zu entsorgen, sondern umgehend das städtische Veterinäramt unter Leitung von Veterinärdirektor Dr. Friedrich Moreth, Telefon 09 21/74 57-0, beziehungsweise außerhalb der Dienstzeiten und am Wochenende die Polizei, Telefon 09 21/506-21 30, zu verständigen. Hier sollten gegebenenfalls detaillierte Angaben zu Vogelart und Fundort gemacht werden. Kinder und Haustiere sollten von toten Vögeln grundsätzlich ferngehalten werden. Andere Vögel, zum Beispiel Singvögel, können mit Gummihandschuhen in eine Plastiktüte verpackt und zur Überprüfung beim Veterinäramt in der Drossenfelder Straße 7 abgegeben werden.

Für fachliche Auskünfte stehen das städtische Ordnungsamt, Telefon 09 21/26 12 16, das Veterinäramt und die Polizei unter den oben angegebenen Rufnummern zur Verfügung.